VSR testet Wasser auf Giftigkeit

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Harald Gülzow untersucht die Proben und beantwortet jeden Freitag telefonisch Fragen zum Thema. (Foto: VSR)

Wie ungiftig ist unser Wasser? Und wofür kann ich es verwenden? Antworten auf diese Frage gibt der VSR, der am 12. April mit seinem rollenden Labor in Herne Station macht.

Derzeit braucht man im Garten noch wenig Wasser – doch die Kinder warten schon darauf, dass die Temperaturen steigen und das Planschbecken gefüllt wird. "Im Sommer stellt dann das Wasser aus dem eigenen Brunnen beim Gießen und Befüllen des Planschbeckens eine sehr wichtige Alternative zum kostbaren Leitungswasser dar", sagt Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz. Das Kürzel "VSR" steht für "Verein zum Schutze des Rheins und seiner Nebenflüsse".

Doch leider verschmutzen Nitrate und Pestizide das Grundwasser vieler Regionen. Ob das selbst geförderte Wasser für das Befüllen des Planschbeckens oder sogar zum Trinken geeignet ist, kann man im Labormobil der Gewässerschutzorganisation erfahren. Es hält am Dienstag, 12. April, an der Bahnhofstraße. Wasserproben nehmen die Umweltschützer von 15 bis 17 Uhr entgegen. Die Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt wird gegen eine Kostenbeteiligung von 12 Euro vor Ort durchgeführt, so dass der Bürger schon gegen Ende der Aktion sein Ergebnis abholen kann.

Brunnenbesitzer, die das Wasser auch auf weitere Parameter wie Eisen und Bakterien gegen Kostenbeteiligung untersuchen lassen möchten, bekommen das Ergebnis mit einer Bewertung per Post zugeschickt. Doch keiner wird mit seinen Messwerten allein gelassen. Das Team vom VSR-Gewässerschutz berät, sobald die entsprechenden Messergebnisse vorliegen, wozu das Wasser geeignet ist. Außerdem beantwortet der Physiker Harald Gülzow freitags zwischen 9 und 12 Uhr Fragen unter der Rufnummer 02831/9763342.

Damit die Ergebnisse aussagefähig sind, sollten für die Probenahme und Transport Mineralwasserflaschen, die zuvor mehrmals mit dem jeweiligen Brunnenwasser gespült wurden, benutzt werden. Am besten werden diese Flaschen erst kurz vor der Abgabe am Labormobil befüllt. Das Team vom VSR-Gewässerschutz bietet am Mobil neben der allgemeinen Informationen zu Belastungen und deren Ursachen auch eine individuelle Beratung für den jeweiligen Brunnenbesitzer, um eine Belastung und deren Ursache zu besprechen.

Die Umweltschützer möchten beim Thema Wasserqualität besonders die breite Öffentlichkeit einbeziehen. "Bürger, die Brunnenwasser nutzen, haben das gleiche Ziel wie der VSR-Gewässerschutz: Das Grundwasser soll möglichst unbelastet sein", so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz.

So tragen alle gemeinsam dazu bei, dass die Qualität des Grundwassers auch außerhalb von den Wasserschutzgebieten verbessert wird. Die Ergebnisse werden regelmäßig in Karten zusammengefasst, um Belastungsschwerpunkte deutlicher erkennen zu können. Diese können auf der Homepage der Gewässerschützer eingesehen werden.
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