2,84 Millionen Euro für Breitbandausbau

Anzeige
Stellvertretend für Oberbürgermeister Frank Dudda nahm WFG-Chef Grollmann den Bescheid in Berlin entgegen. (Foto: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)

Herne erhält für den Breitbandausbau eine Zuwendung in Höhe von 2,84 Millionen vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie vom Land. Joachim Grollmann, Chef der Wirtschaftsförderung (WFG) nahm den Förderbescheid in Berlin von Staatssekretär Rainer Bomba entgegen.

Die Wirtschaftsförderung hatte mit Unterstützung der Stadtverwaltung einen Antrag aus dem Bundesförderprogramm gestellt. „Nun kann die Stadt ihr Vorhaben für ein flächendeckendes und superschnelles Internet umsetzen", so die Erwartung von Grollmann.

Der Bund möchte mit dem Programm dem Ausbau des schnellen Internets in Deutschland einen zusätzlichen Schub geben. Herne gibt diese Zuwendung die Möglichkeit, den Ausbau vor allem in unterversorgten Gebieten, zu denen auch Gewerbegebiete gehören, zügig umzusetzen. Glasfaserleitungen ermöglichen die Nutzung von High-Speed-Internet mit einem Vielfachen der Leistungsfähigkeit des heutigen Standard-DSL-Anschlusses, auch mit Übertragungsgeschwindigkeiten von deutlich mehr als 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s).

Alle unterversorgten Haushalte sollen auf eine symmetrische Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s zugreifen können. Für Gewerbetreibende und öffentliche Einrichtungen sollen Bandbreiten von mindestens 1 Gigabit pro Sekunde möglich sein. Mit Glasfaser kann eine ganze Reihe neuer Dienste genutzt werden: Neben den üblichen wie Telefon, Internet und Fernsehen über eine Leitung (Triple-Play), hochauflösendem Fernsehen (HDTV) auch künftige Industrieanwendungen unter dem Stichwort Industrie 4.0. Es soll dann keine Geschwindigkeitsschwankungen bei der Übertragung mehr geben und die Glasfaserleitungen sollen weniger störanfällig und abhörgefährdet sein.

Die WFG macht sich seit Jahren für den Breitbandausbau stark. Grollmann: „Die Nutzung von Anwendungen insbesondere aus dem Bereich Industrie 4.0 erfordert eher kurz- als langfristig die Anbindung der Unternehmen an sehr hohe symmetrische Bandbreiten. Der Ausbau wird sich als positiver Standortfaktor erweisen, denn die Stadt steht mit vielen anderen deutschen Großstädten in Konkurrenz. Über schnelles Internet zu verfügen, ist heute bereits so wichtig wie der Anschluss an Wasser oder Strom. Und Herne wird es schaffen, als eine der ersten deutschen Großstädte dieses Ziel auch zu erreichen“.

Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herne (WFG)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.