Arbeitsmarkt: Trendwende geht an Herne noch vorbei

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Die Zahl der Beschäftigten im Ruhrgebiet ist zum neunten Mal in Folge gestiegen. Mit 1646801 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Stichtag: 30. Juni 2015) erreichte sie den höchsten Stand seit dem Jahr 2000. Im Vergleich zum Vorjahr stieg sie um 22500 Personen beziehungsweise 1,4 Prozent. Das haben Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) errechnet.

Die höchsten Zuwächse verzeichnete der Dienstleistungssektor. Die meisten Jobs entstanden mit einem Plus von rund 5800 in der Branche der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, zu denen zum Beispiel die Wach- und Sicherheitsdienste zählen. 5200 neue Arbeitsplätze entstanden zwischen 2014 und 2015 im Bereich Heime und Sozialwesen.

Der Dienstleistungssektor macht inzwischen 75 Prozent des Beschäftigungsmarktes aus. 1,2 Millionen Beschäftigte arbeiteten hier 2014, im Jahr darauf waren es rund 1,24 Millionen. Gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe von gut 416000 im Jahr 2014 auf aktuell rund 407000 im Jahr 2015.

In Herne ist die Arbeitslosenquote mit einem Wert von 12,8 Prozent trotz dieses ruhrgebietsweiten Trends zu mehr Beschäftigung im September immer noch hoch gewesen. Im Vergleich mit den Nachbarstädten schneidet Herne schlecht ab. Lediglich Gelsenkirchen (14,5 %) verzeichnete im vergangenen Monat eine höhere Arbeitslosenquote.

Vor allem bei Personen unter 25 Jahren (+9,6 %) und Ausländern (+9,1 %) ist im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Zuwachs von Menschen ohne Beschäftigung zu beobachten. Positiv war der Trend bei den Langzeitarbeitslosen. Ihre Zahl reduzierte sich im vergangenen Monat in Herne um 8,4 Prozent.

Quelle: Informationsdienst Ruhr
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