Barrierefrei und generationenübergreifend

Anzeige
An der Augustastraße 4-22 sollen generationengerechte Wohnungen entstehen. ^Fotos: Wohnungsverein Herne (Foto: Wohnungsverein Herne)
 
Sonja Pauli konnte eine gute Bilanz vorlegen. (Foto: Wohnungsverein Herne)

Modernisierung, Instandhaltung, Wohnsicherheit, Planung neuer Projekte und Mitgliederpflege: So lauteten die Eckpunkte des Wohnungsvereins Herne im vergangenem Jahr. Bei der Mitgliederversammlung im Kulturzentrum legte Sonja Pauli als geschäftsführender Vorstand eine grundsolide Bilanz vor.

Mehr als 99 Prozent der mittlerweile 1350 Wohnungen sind bei einem durchschnittlichen Mietpreis von 4,97 Euro pro Quadratmeter vermietet. Gleichzeitig dürfen sich die Genossenschaftsmitglieder wieder über eine Bruttodividende in Höhe von vier Prozent freuen – in Nullzins-Zeiten keine Selbstverständlichkeit.

Vorgestellt wurde das neue Großprojekt der Genossenschaft: Der Wohnungsverein wird an der Augustastraße 4-22 seinen zweitältesten Gebäudebestand mit insgesamt 56 Wohnungen abreißen und an dieser Stelle 47 generationengerechte Wohnungen errichten. Dafür wird die Genossenschaft ab 2018 rund 10 Millionen Euro bereitstellen.

Die bisherige Riegelbauweise in dem Bereich soll zugunsten einer aufgelockerten Bebauung aufgegeben werden. Rechnung getragen werden soll dem mit Hilfe verschiedener natürlicher Baumaterialien, wie zum Beispiel Holz. Das Konzept stammt aus der Feder von Olaf Ballerstedt, Thomas Helms und Rene Koblank vom Architekturbüro Dreibund in Bochum.

Um das Ziel des Vorhabens, die Erhöhung der Wohnqualität und eine stärkere Identifikation der Mieter, zu erreichen, wurde ein Beirat aus Bewohnern, Aufsichtsratsmitgliedern und dem Vorstand unter Leitung von Bodo Steiner, dem ehemaligen Leiter des Planungsamtes der Stadt, ins Leben gerufen. Die meisten Mieter sind bereits in andere Wohnungen der Genossenschaft umgezogen, ein großer Teil von ihnen möchte nach Fertigstellung der neuen Häuser auch wieder zur Augustastraße zurückkehren, wo ihnen Wohnungen mit Größen von 45 bis 115 Quadratmetern Größe zur Verfügung stehen werden. Mit dem Abriss der Altbauten soll im Juni 2018 begonnen werden.

Für das Vorhaben ist die Genossenschaft gut gerüstet. Ihre Bilanzsumme kratzte 2016 erstmals an der 50-Millionen-Euro-Grenze. Der Jahresüberschuss steigerte sich um ein Drittel von 486000 Euro im Jahr 2015 auf 691000 Euro im vergangenen Jahr. Mehr als 2 Millionen Euro investierte die Wohnungsgenossenschaft 2016 in die Instandhaltung und Renovierung ihrer Immobilien. Im laufenden Jahr wird eine ähnlich hohe Summe aufgewendet. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Großmodernisierung des ehemaligen Deutsche-Bank-Wohnkomplexes in Sodingen. Die Gebäude im Bereich Mont-Cenis-Straße/Eupener Straße werden energetisch saniert.

Anfang vergangenen Jahres fuhren vor dem Neubau „In der Helle“ plangemäß die ersten Möbelwagen vor. Hier steht den Mitgliedern außerdem eine moderne Gästewohnung zur Verfügung, in der zum Beispiel Verwandte oder Freunde während eines Besuchs kostengünstig Unterkunft finden können. Die Nachfrage für die insgesamt 20 generationengerechten Wohnungen war groß. Das gilt auch für den Neubau an der Flottmannstraße, in den aktuell die ersten Bewohner einziehen. Bei beiden Projekten waren die Wohnungen bereits vor Fertigstellung vermietet.

Besonders am Herzen liegt der Genossenschaft die Sicherheit ihrer Mieter. Um das Bewusstsein der Mitglieder für Vorbeugung und Schutz des Eigentums zu schärfen, ging sie eine Kooperation mit dem Dezernat Einbruchdiebstahl des Polizeipräsidiums Bochum ein.

Quelle: Wohnungsverein Herne
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
1 Kommentar
10.175
Bernfried Obst aus Herne | 30.05.2017 | 20:56  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.