Damit Wirtschaft weiblicher wird

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Wollen die Frauen in der Wirtschaft stärken (von links): Ulrike Hammerich, Ulrike Sorge . . .
59,8 Prozent aller Frauen im mittleren Ruhrgebiet waren nach einer Studie 2010/2011 erwerbstätig, bei den Männern waren es 71,3 Prozent. Damit werden die Zahlen für Gesamt-NRW (61,5 bzw. 73,9 Prozent) nicht erreicht. Aber selbst wenn Frauen einen Job haben, verdienen sie im Schnitt 23 Prozent weniger als Männer.
Das muss sich nach Ansicht der Gleichstellungsbeauftragten Sabine Schirmer-Klug ändern, und es gibt ein neues Instrument, das womöglich dabei hilft: das „Kompetenzzentrum Frau und Beruf Mittleres Ruhrgebiet“, das vom Land NRW bis Mitte 2015 mit rund 900.000 Euro gefördert wird. Standorte sind Bochum, Witten und Herne. Während in den ersten beiden Städten die Wirtschaftsförderung als Träger fungiert, ist es in Herne die Gleichstellungsstelle.
Hier kümmern sich Mitarbeiterin Ulrike Hammerich und Ulrike Sorge (Gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft Herne/GBH) darum, „die Strukturen der Frauen-Erwerbstätigkeit zu verbessern“. Das passiert in direkter Zusammenarbeit mit Job-Center, Arbeitsagentur, Wirtschaftsförderung, IHK und Handwerkskammer. Der vorherrschende Fachkräftemangel arbeitet den Frauen des Kompetenzzentrums dabei in die Hände. So bieten Kliniken inzwischen Teilzeitarbeitsplätze für Frauen mit Kindern an.
Die Themen, die Ulrike Sorge und Ulrike Hammerich in Zukunft „beackern“ werden, sind vielfältig: Die Palette beginnt bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, umfasst Förderung von Frauen-Erwerbstätigkeit sowie die Verbesserung von Berufsperspektiven bis hin zu Anreizen, mehr Frauen für naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern.
Das Kompetenz-Team will jetzt alle möglichen Partner stärker einbinden, um das „Endziel“ zu erreichen: neue Arbeitsplätze für Frauen. Kontakt: 02323/16-3582 (Ulrike Hammerich) und 02323/16-2937 (Ulrike Sorge).pleu
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Bernhard Ternes aus Marl | 12.12.2012 | 00:03  
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