Daumen hoch für Boateng

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Jerome Boateng würde die Mehrheit der Deutschen vermutlich lieber zum Nachbarn haben als einen AfD-Politiker. (Foto: Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Ruhr-Mitte)

Viele Leistungsträger der deutschen Fußballnationalmannschaft haben einen Migrationshintergrund. Beim EM-Auftakt gegen die Ukraine standen mit Shkodran Mustafi, Sami Khedira, Mesut Özil und Jerome Boateng vier Spieler mit ausländischen Wurzeln in der Startformation. Ein anhaltender Trend: Bereits vor 20 Jahren standen bei der Europameisterschaft in England mit Fredi Bobic (kam in Slowenien zur Welt) und Mehmet Scholl (türkischer Vater) zwei Spieler im Kader, auf die das ebenfalls zutrifft.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Ruhr-Mitte reagiert nun mit einer Aktion auf die zunehmende Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft. Zu einer bundesweiten Aktionswoche, die noch bis zum 19. Juni läuft, veröffentlicht sie einen Aufkleber mit dem Konterfei von Jerome Boateng. Mit dem Gruß "Hallo Nachbar!" werden die Äußerungen des AfD-Politikers Alexander Gauland aufgegriffen, der in Frage stellte, ob die Mehrheit der Deutschen tatsächlich Boateng zum Nachbarn haben wollte, wäre dieser nicht ein bekannter Fußballer.

Die Arbeiterwohlfahrt begründet die Aktion so: "Nicht nur im Stadion dürfen fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen keinen Platz haben. Als empörend, rassistisch, gezielt verletzend und daher vollkommen untragbar erachtet die AWO daher die Äußerungen des AfD-Landtagsabgeordneten Alexander Gauland in Richtung des Nationalspielers Jerome Boateng."

Die AWO Ruhr-Mitte sieht die Veröffentlichung des Aufklebers als ein starkes Statement gegen Fremdenfeindlichkeit, das Bürger an Haustür, Auto oder Fenster anbringen können. Die Zeichnung des Fußballers stammt aus der Feder des Karikaturisten Waldemar Mandzel, der für den guten Zweck auf eine Gage verzichtet hat.

Quelle: Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Ruhr-Mitte
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Bernfried Obst aus Herne | 17.06.2016 | 13:35  
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