Die Renaissance der Stadt der 1000 Züge

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40 Arbeitsplätze soll die Neuansiedlung für Herne bringen, so die Botschaft bei der Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch im Rathaus. (Foto: Thomas Schmidt/Stadt Herne)

Stadler, international operierender Hersteller von Schienenfahrzeugen aus der Schweiz, hat den Bau einer Niederlassung in Herne angekündigt. Darüber haben die Stadt, das Unternehmen sowie weitere am Projekt Beteiligte am vergangenen Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz informiert.

Oberbürgermeister Frank Dudda konnte zu dem Termin im Rathaus unter anderem Peter Spuhler, Eigentümer von Stadler, sowie Werner Müller, Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung und Stadler-Verwaltungsratsmitglied, und ebenso Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, begrüßen.

Auf einem Teil des ehemaligen Bergwerkgeländes General Blumenthal 11 (ursprünglich Shamrock 3/4/11) wird Stadler eine große Niederlassung errichten. Dort werden zukünftig die im Ruhrgebiet fahrenden Stadler-Personenzüge gewartet und instand gehalten. Die ehemalige Bergbaufläche wird von der RAG Montan Immobilien entwickelt. Das Areal verfügt über einen direkten Gleisanschluss an das Netz der Deutschen Bahn, auf dem nicht nur im Ruhrgebiet, sondern auch in anderen Teilen Deutschlands zahlreiche von Stadler gebaute Fahrzeuge rollen.

Nach jetzigem Stand entstehen durch die Entscheidung für den Standort Herne in Wanne-Süd bis zu 40 neue Arbeitsplätze. „Die Ansiedlung von Stadler ist ein weiterer Volltreffer für die Fortentwicklung der internationalen Bahninfrastruktur für Herne“, freut sich Frank Dudda über die Entscheidung des Unternehmens aus Bussnang im Kanton Thurgau, hier zu investieren. Bei der künftigen Stadler-Fläche handelt es sich um die erste des früheren Bergwerkareals, die vermarktet werden konnte.

Die RAG-Stiftung ist im Rahmen ihrer diversifizierten Kapitalanlagestrategie an Stadler beteiligt. Werner Müller hob hervor: „Mit der Ansiedlung in Herne stellt sich Stadler an einem strategisch wichtigen Knotenpunkt des Schienenverkehrs im Ruhrgebiet auf. Was gut ist für Stadler, ist auch gut für uns als Miteigentümer. Und was gut ist für Herne, ist auch gut für das Ruhrgebiet.“

Hans-Peter Noll betonte, dass die Ansiedlung von Stadler ein hervorragender Auftakt für die weitere gewerbliche Entwicklung des Standortes im Stadtteil Holsterhausen parallel zur Bundesstraße 226 und nahe der Autobahn 42 sei. Die RAG Montan Immobilien hat als Vertreter des Flächeneigentümers RAG den Verkauf der Fläche an das Schweizer Unternehmen umgesetzt.

Herne knüpft mit dieser Ansiedlung an die lange und bedeutende Vergangenheit als Eisenbahnstadt an. Mit Stadler, dem französischen Gleisbauunternehmen Eiffage Infra Rail und der Herner Traditionsgröße Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen Gesellschaft bietet die Stadt damit drei im Bahnsektor tätigen Unternehmen einen Standort. Der durch den Wanne-Eickeler Haupt- und Güterbahnhof früher als „Stadt der 1000 Züge“ bekannte Eisenbahnknoten Herne erlebt damit eine Renaissance.

„Der Auftrag für die Herstellung und Instandhaltung von 41 Zügen für die S-Bahn Rhein-Ruhr ist für Stadler von großer Bedeutung. Wir freuen uns, dass wir in Herne einen Standort gefunden haben, der unseren Bedürfnissen für die Wartung der Fahrzeuge entspricht. Stadler baut damit seine Präsenz im deutschen Markt aus und investiert in ein Werk, in dem modernste Instandhaltungstechnologie zum Einsatz kommt“, sagt Peter Spuhler.

Quelle: Presseamt Stadt Herne
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