Emscherstraße ein Pulverfass?

Anzeige
Friedhelm Libuschewski, Geschäftsführer der Evangelischen Jugend, Gabriele Sopart und Andrea Oehler begutachten die Situation am Wohnblock. (Foto: CDU Herne)

"Die Zeit der Runden Tische ist vorbei!" Mit diesen klaren Worten reagieren die beiden Stadtverordneten Andrea Oehler und Gabriele Sopart auf ihren Besuch des Wohnblocks an der Emscherstraße 86.

Dort herrsche eine Atmosphäre, die vielen Bürgern Angst mache. Es regiere das Faustrecht, Gewalt und Aggressionen stünden auf der Tagesordnung, teilte die CDU in einer Pressemeldung mit. „Die Lage ist als ein regelrechtes Pulverfass zu bezeichnen“, fassen die beiden Stadtverordneten zusammen. So lebten laut einer Erhebung im Jahr 2012 vor Ort 240 Kinder und Jugendliche aus 17 Nationen auf engem Raum zusammen. Der Anteil der libanesischen Bevölkerung im Block ist inzwischen auf 40 bis 50 Prozent gestiegen und es toben starke Auseinandersetzungen zwischen den Kulturen, so die Einschätzung der CDU-Politiker.

Seit dem Jahr 2015 und erhält die evangelische Jugend Mittel aus einem Förderplan des Landes für das Projekt „Chancenlosen Kindern und Jugendlichen eine Chance geben“ für ihre Arbeit in dem Wohnblock an der Emscherstraße. Dort wird in einer Projektwohnung gearbeitet. Das Projekt war zunächst bis zum 31. Dezember dieses Jahres befristet worden. „Wir sind glücklich, dass unter anderem nach einem Besuch der CDU-Politikerin Ina Scharrenbach, eine Verlängerung der Förderung für das kommende Jahr durchgesetzt werden konnte.“

Es handelt sich um ein Projekt, das vornehmlich die vor Ort lebenden Kinder und Jugendlichen mit muslimischen Hintergrund anspricht. Die dortigen Verantwortlichen äußerten, dass es sehr schwer sei, den Kontakt aufzubauen, aber wenn er einmal stehe, dann funktioniere auch der Zugang zu den Familien. Insofern sei es erfreulich, dass die Arbeit ab dem 1. Januar eine Fortsetzung finden kann, auch wenn dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sei.

Für die beiden Stadtverordneten ist klar, dass die Arbeit vor Ort schon lange keine Angelegenheit der Kinder- und Jugendarbeit allein ist. „Hier ist die Verwaltung dringend gefordert, umgehend zu handeln, da Insider schon jetzt von einer kriminalistisch geprägten Region reden. Die Frage, wo wir ohne Eingreifen der Verwaltung mit diesem Wohnblock in ein bis zwei Jahren stehen, beantwortet sich von alleine, denn dieses Quartier scheint auch für die Polizei und den kommunalen Ordnungsdienst eine Blackbox zu sein“, gaben Andrea Oehler und Gabriele Sopart mahnend zu bedenken.

Quelle: CDU-Fraktion Herne
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
78
Ulrich Dengler aus Wanne-Eickel | 27.11.2016 | 00:31  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.