Engpässe beseitigen

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Weder die A42 noch die A43, die sich in Herne kreuzen, seien in einem bedarfsgerechten Zustand, stellt der "Masterplan zur Umsetzung des Fernstraßenbedarfsplans" fest. (Foto: Ortwin Horn)

Zahlreiche Autobahnen im Ruhrgebiet sollen ausgebaut werden. Dazu gehören auch die A42 und die A43, die sich auf Herner Gebiet kreuzen. Landesweit geht es um mehr als 200 Projekte, die spätestens bis zum Jahr 2036 abgeschlossen sein sollen.

Der "Masterplan zur Umsetzung des Fernstraßenbedarfsplans" stellt fest, dass in Nordrhein-Westfalen zu viele Straßen "zu eng, zu klein und zu oft marode" seien. Über Jahrzehnte habe die Politik nicht ausreichend in den Erhalt und den bedarfsgerechten Ausbau der Straßeninfrastruktur investiert, kritisiert das Ministerium für Verkehr und verweist als prominentes Beispiel auf die Sperrung der Rheinbrücke zwischen Leverkusen und Köln für den Schwerlastverkehr.

Laut Masterplan müssen in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Jahren für einen bedarfsgerechten Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen rund 20,6 Milliarden Euro investiert werden. Landesweit müsse an 217 Standorten nachgebessert werden.

Im Ruhrgebiet sieht das Ministerium einen vordringlichen Bedarf bei der A40 und A52 sowie der A42 und A43, die beide Herner Stadtgebiet durchqueren. Sollen einzelne Baumaßnahmen spätestens bis zum Jahr 2030 in Angriff genommen werden, ist in diesen vier Fällen mit einem deutlich früheren Termin der Umsetzung zu rechnen. Konkret soll die A42 im Streckenabschnitt Bottrop-Süd bis Autobahnkreuz Herne bis zum Jahr 2031 den Erfordernissen angepasst worden sein. Die A43 wird in den Streckenabschnitten Witten-Heven bis Bochum-Riemke sowie Recklinghausen/Herten bis Marl-Sinsen in mehreren Stufen ausgebaut. Der Abschnitt von Bochum bis zur Stadtgrenze zu Herne soll voraussichtlich schon im Jahr 2025 abgeschlossen sein. Die beiden anderen Baumaßnahmen beginnen 2022 und werden voraussichtlich sieben Jahre andauern.

Man setze auf Transparenz und werde sich an dem Masterplan messen lassen, kündigte Verkehrsminister Hendrik Wüst am vergangenen Montag bei dessen Vorstellung an. Nicht berücksichtigt werden im Masterplan bereits laufende Projekte.
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2 Kommentare
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Bernfried Obst aus Herne | 10.01.2018 | 12:57  
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Ortwin Horn aus Herne | 10.01.2018 | 14:47  
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