Gewerkschaft fordert mehr Lohn für Tourismus-Branche

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66000 Übernachtungen zählten die Statistiker für Herne im vergangenen Jahr. Von dieser Entwicklung sollen die Beschäftigten profitieren, fordert die NGG. (Foto: NGG)

Rund 66000 Übernachtungen zählte Herne im vergangenen Jahr. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststäten (NGG) mit. Sie beruft sich hierbei auf neue Beherbergungszahlen des Statistischen Landesamts.

Stabile Umsätze müssten sich nun auch in den Geldbörsen der Beschäftigten wiederfinden, fordert die Gewerkschaft. „Denn die Mitarbeiter in Hotels, Restaurants und Kneipen sind es, die den regionalen Tourismus zu einer Wachstumsbranche machen“, sagt Yvonne Sachtje, Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet.

Die NGG verlangt in der bevorstehenden Tarifrunde für das Gastgewerbe in Nordrhein-Westfalen ein Lohn-Plus von 5,5 Prozent für alle Beschäftigten. Ein Koch im zweiten Jahr nach der Ausbildung hätte damit pro Monat knapp 100 Euro mehr in der Tasche. Nach Angaben der Gewerkschaft würden in Herne rund 1700 Menschen vom Lohn-Plus profitieren. „Ob als Koch, Hotelfachfrau oder Kellner – die Gastro-Beschäftigten machen einen harten Job. Und gleichzeitig sind sie den Besuchern in Herne freundliche Gastgeber“, betont Sachtje.

„Dem NRW-Tourismus geht es gut. Von der Düsseldorfer Altstadt-Kneipe über das Ski-Hotel im Sauerland bis hin zur Eisdiele um die Ecke – das Gastgewerbe im Land steht auf soliden Beinen“, so Sachtje. Im vergangenen Jahr zählte das Land 48,7 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste – das ist ein Prozent mehr als 2014 und fast 27 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren.

Dieser Trend sei ganz wesentlich dem Einsatz der Beschäftigten zu verdanken, ist sich Sachtje sicher. Für sie will sich die NGG nun ins Zeug legen. Für die Gewerkschafterin ist klar: „Wer spätabends noch einmal die Küche anwirft oder am Feiertag das Hotelzimmer sauber macht, der sorgt nicht nur für Zufriedenheit beim Gast. Er sorgt auch dafür, dass er wiederkommt.“

Quelle: NGG-Region Ruhrgebiet
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