Gewerkschaft will Ende der sachgrundlosen Befristung

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Jeder fünfte Beschäftigte zwischen 15 und 24 Jahren hat nur einen befristeten Job. Das schafft nicht nur große Unsicherheit, sondern erschwert auch die Familienplanung, die Wohnungssuche oder die Kreditaufnahme. (Foto: NGG)

Zu viele Jobs mit Verfallsdatum: Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) kritisiert die hohe Zahl befristeter Arbeitsverhältnisse in Herne.

Wenn rund 8000 Beschäftigte in der Stadt und damit 13,1 Prozent aller Arbeitnehmer ohne Perspektive arbeiteten, zeige dies eine Schieflage am Arbeitsmarkt, so die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten für den Bezirk Ruhrgebiet. Sie bezieht sich hierbei auf Zahlen aus dem aktuellen Mikrozensus für Nordrhein-Westfalen.

Vor diesem Hintergrund fordert die NGG von der Politik, per Gesetz gegen Jobs auf Zeit vorzugehen. „Seit Jahren haben wir auch in der Nahrungs- und Genussmittelbranche den Trend, dass Arbeitsverträge ohne besonderen Grund zeitlich begrenzt werden“, sagt Geschäftsführerin Yvonne Sachtje. Anders als etwa bei einer Schwangerschaftsvertretung sei ein Großteil der Befristungen kaum nachvollziehbar.

Dies betreffe besonders Berufseinsteiger: „Jeder fünfte Beschäftigte zwischen 15 und 24 Jahren hat nur einen befristeten Job. Das schafft nicht nur große Unsicherheit, sondern erschwert auch die Familienplanung, die Wohnungssuche oder die Kreditaufnahme“, betont die Gewerkschafterin. Auch Frauen sind laut Mikrozensus in Herne überdurchschnittlich oft von Zeitverträgen betroffen.

Die NGG fordert die Abschaffung der sogenannten sachgrundlosen Befristung. Angesichts von deutschlandweit rund 2,8 Millionen befristeter Jobs gehöre dieses Thema unbedingt auf die Agenda im anstehenden Bundestagswahlkampf, so Sachtje.
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