H2K stellt 100 Langzeitarbeitslose ein

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Er möchte ein Stück weit soziale Verantwortung übernehmen, erklärte H2K-Geschäftsführer Heiko Kurzawa (links) im Rahmen einer Pressekonferenz im Rathaus. (Foto: Thomas Schmidt/Stadt Herne)

Das Unternehmen H2K möchte 100 neue Arbeitsplätze für Herner schaffen. Diese Ankündigung machte Geschäftsführer Heiko Kurzawa bei einer Pressekonferenz im Rathaus.

Auch Menschen, die lange arbeitslos waren, seien willkommen und würden eine Ausbildung im Sicherheitsgewerbe bekommen, so Kurzawa. Das Jobcenter unterstützt den Neustart in vielen Fällen durch Bildungsgutscheine, einen Eingliederungszuschuss oder Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds, erklärte der Leiter des Jobcenters, Karl Weiß.

Die Stadt und das Jobcenter kooperieren schon seit längerem im Bündnis für Arbeit und werben bei Unternehmen für neue Arbeitsstellen. Auch für Menschen, die es schwer haben, auf dem Arbeitsmarkt unter zu kommen, setzt sich das Bündnis ein. Dass die Sicherheitsfirma nun 100 neue Stellen ausgeschrieben hat, betrachtet der Oberbürgermeister als Geschenk für den Herner Arbeitsmarkt, denn gerade Personen ohne Ausbildung oder nach langer Arbeitslosigkeit haben hier gute Einstiegsmöglichkeiten.

Die Firma hat gerade ihren fünften Jahrestag gefeiert und beschäftigt derzeit rund 200 Mitarbeiter. „Wir haben einen stetigen Anstieg von Aufträgen und Umsatz. Jetzt haben wir einen neuen Auftrag bekommen, für den wir 100 neue Mitarbeiter brauchen“, so Kurzawa. Begonnen hat der Auftrag bereits am 1. Juli. Noch stemmen die angestammten Mitarbeiter die Aufgaben. „Jetzt müssen wir die Reservebank wieder voll kriegen, denn unsere Mitarbeiter brauchen auch Urlaub und freie Tage.“

Dass er rechtzeitig qualifizierte Sicherheitsleute einstellen kann, ist sich Kurzawa gewiss. „Wir arbeiten gut mit dem Jobcenter zusammen. Wenn wir nicht wüssten, dass wir diese Unterstützung haben, hätten wir die Finger von dem neuen Auftrag gelassen.“ So geht der Auftrag aus Düsseldorf an das Herner Unternehmen – und möglichst viele Herner in den neuen Job.

Dass seine Firma ihr Hauptquartier, wie Kurzawa es nennt, in Herne hat, liege daran, dass die Stadt mitten im Ruhrgebiet liegt. Aber nicht nur das: „Die Herner haben die Flexibilität, mit Bus und Bahn zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen. Das ist nicht überall so“, sagt Kurzawa. Außerdem möchte er „ein Stück weit soziale Verantwortung übernehmen“.

Für die neuen Stellen zahlt H2K Tariflohn, bei der Bewachung von Asylunterkünften 11,24 Euro, so der Geschäftsführer. „Bei Dienstleistungen geht es um die Person, die die Dienstleistung erbringt. Deswegen bilden wir unsere Mitarbeiter aus und nehmen uns auch die Zeit, wenn es mit der Prüfung nicht direkt klappt“, erklärte Kurzawa seine Geschäftsstrategie.

Ercan Evci hat die Sachkundeprüfung bereits absolviert und arbeitet nun für H2K in einer Düsseldorfer Asylunterkunft. Früher hat er für Opel gearbeitet, dann war er mehrmals über Zeitarbeitsfirmen beschäftigt, aber immer wieder endeten die Verträge. „Es gab wenig Chancen, fest in einer Firma anzufangen, wenn ein Projekt endet, steht man immer wieder auf der Straße“, so sein ernüchterndes Fazit. Sein Einstieg bei H2K wurde durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert, inzwischen ist der Wanner seit 15 Monaten dabei und möchte bleiben.

Dass der Schritt aus der Arbeitslosigkeit in eine neue Ausbildung nicht einfach ist, erlebt Karl Weiß bei seinen Kunden immer wieder. Oft fällt es Langzeitarbeitslosen schwer, sich an den Rhythmus eines Arbeitstages samt frühem Aufstehen und Lernen zu gewöhnen. Ercan Evci hat es geschafft. „Man muss sich selbst sagen: Steh jetzt auf und versuch mal was Neues“, so das Erfolgsrezept des 49-Jährigen.

Quelle: Presseamt Stadt Herne
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