Herne-Mitte: Bürgerbefragung startet

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273 Hektar groß ist das Quartier. In seinem Zentrum: Die Bahnhofstraße.

Ab sofort startet die Bürgerbefragung im Quartier Herne-Mitte. Im Rahmen der Konzeptphase des "Innovation City Roll Out" sollen so wesentliche Informationen zu den Gebäuden wie auch den Interessen und gewünschten Hilfestellungen der Bewohner gewonnen werden. Dies geschieht über eine Online-Befragung, die das Innovation City Management (ICM) in Abstimmung mit der Stadt entwickelt hat.

Künftig können alle sich Bewohner im Quartier an der Konzepterstellung beteiligen. Einwohner, die keine Möglichkeit haben im Internet die Befragung auszufüllen, können diese mit einem Anruf direkt bei den Ansprechpartnern der ICM kostenlos anfordern und erhalten den Fragebogen postalisch. Die Bewohner des Stadtteils spielen aus der Sicht von Jan Küppers, ICM-Projektmanager, eine besondere Rolle: "Sie kennen ihr Umfeld am besten und können aufzeigen, wo gehandelt werden soll. Darüber hinaus ist es wichtig, sowohl von Gebäudeeigentümern als auch von Mietern zu erfahren, wie sie bei der energetischen Modernisierung ihrer Häuser beziehungsweise beim Stromsparen unterstützt werden können."

In der Befragung werden neben allgemeinen Informationen zum Befragten auch Daten zu den bewohnten Gebäuden und dem Stadtteil erhoben sowie spezielle Fragen für Gebäudeeigentümer und Mieter gestellt. Lediglich die Nennung der Straße (ohne Hausnummer) ist notwendig, um festzustellen, ob der Teilnehmer auch im Projektgebiet wohnt. Um welches Gebiet es genau geht, sehen die Bürger auf einer entsprechenden Karte, die neben der Befragung abgebildet ist.

In den nächsten Monaten entwickelt die ICM in Kooperation mit der Stadtverwaltung, den Stadtwerken und weiteren Akteuren ein integriertes Quartierskonzept für Herne-Mitte. Darin sind entsprechende Bausteine enthalten, die für eine erfolgreiche Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und eine ganzheitliche Quartiersentwicklung notwendig sind. Zusätzlich zur Grundlagenermittlung stehen das energetische Sanierungskonzept und das Energieversorgungskonzept im Zentrum der Arbeit.

Das Quartier umfasst den unmittelbaren Bereich der Innenstadt und des südlich angrenzenden Bereichs Altenhöfen. Der Bereich wird durch die gut erhaltene gründerzeitliche Bebauung im Bereich der Bahnhofstraße ebenso geprägt wie durch Verwaltungsgebäude unterschiedlicher Epochen und Bebauung der Sechziger- und Siebzigerjahre. Neben den zentralen Einrichtungen von Handel, Verwaltung und Kultur verfügt die Innenstadt auch über einen hohen Anteil an Wohnbebauung. Der südlich angrenzende Bereich Altenhöfen ist hoch verdichtet, wird durch gründerzeitliche Strukturen, Nachkriegsbebauung und in Teilen auch jüngere Baustrukturen geprägt. Obwohl hier die Wohnnutzung überwiegt, sind insbesondere mit dem Evangelischen Krankenhaus und dem Betriebsstandort eines Reifenhändlers Dienstleistungen und Gewerbe vorhanden.

Mit 20500 Einwohnern und einer Fläche von 273 Hektar entspricht das Quartier zudem dem Stadtumbaugebiet Herne-Mitte, das über das Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" gefördert wird.
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