Höhere Arbeitslosenquote

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Wie in jedem Jahr musste die Agentur für Arbeit auch in diesem Januar einen Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnen. Der Anstieg ist allerdings geringer ist als im vergangenen Jahr.

Insgesamt zählte die Agentur für Arbeit 9808 Arbeitslose zum Start Jahres. Das sind verglichen zum Vormonat 309 Personen oder 3,3 Prozent mehr. Gegenüber dem Januar von vor einem Jahr hat sich die Anzahl Arbeitsloser um 227 Personen oder 2,3 Prozent reduziert. Die Arbeitslosenquote erreichte einen Wert von 12,8 Prozent und liegt damit 0,4 Prozentpunkte über dem Vormonatswert. Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt jedoch eine deutliche Verbesserung zur Lage auf dem Arbeitsmarkt. Im Januar 2016 lag die Herner Arbeitslosenquote noch bei 13,2 Prozent und zählte insgesamt 10035 arbeitslos gemeldete Personen.

Die Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit in Herne, Esther Sondermann, freut sich, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar geringer ist, gibt aber zu bedenken, dass die Arbeitslosenquote in Herne ohnehin relativ hoch sei. Insbesondere mit Blick auf die Nachbarstadt Bochum, wo derzeit aktuell eine Quote von 10,2 Prozent verzeichnet wird, sei der Unterschied groß. Sie sagt: “Wir konnten in den letzten Monaten eine positive Entwicklung beobachten. Alles das ist aber immer unter dem Aspekt zu sehen, dass unsere Stadt immer mit einer höheren Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat als viele andere Ruhrgebietsstädte.“

Bei dem aktuellen Anstieg der Arbeitslosigkeit handele es sich hauptsächlich, so Sondermann, um eine saisontypische Entwicklung, die jedes Jahr aufs Neue geschieht.

„Mit dem Ende des Weihnachtsgeschäfts laufen wieder viele Verträge insbesondere im Einzelhandel, in der Logistik und in der Gastronomie aus. Hinzu kommt das reguläre Auslaufen von Jahresverträgen und auch das Ende der zweieinhalbjährigen Ausbildungen“, erläutert Sondermann die Entwicklung. Angesichts der zugewanderten Menschen bewertet sie die Auswirkungen in der Arbeitslosenstatistik immer noch als relativ gut. „Die Beschäftigung wird wohl auch in diesem Jahr weiter wachsen. Trotz allem rechne ich mit einer etwas nachlassenden Dynamik auf dem Arbeitsmarkt, die aber sicher weiterhin die noch arbeitslosen Zugewanderten kompensieren kann.“

Die meisten Zugänge in Arbeitslosigkeit verzeichnete die Personengruppe der über 50-Jährigen. Hier sind 2866 Personen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 129 Personen oder 4,7 Prozent und im Vergleich mit dem Vorjahr 47 Personen oder 1,7 Prozent. Bis März, so Sondermann, gehe sie von einem jahresüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit aus.

Der aktuelle Anstieg arbeitsloser Personen stellt sich in beiden Rechtskreisen in diesem Monat unterschiedlich dar: Während im Bereich des SGB III die Arbeitslosigkeit deutlich gestiegen ist, reduzierte sie sich im SGB II. Der Grund: Zum einen zeigt sich hier das normale Tagesgeschehen einer Phase vermehrter Arbeitslosmeldungen, wie es für einen Januar typisch ist. Zum anderen spiegelt sich hier das Phänomen einer Gesetzesänderung wider. Zum 1. Januar 2017 werden die sogenannten Aufstocker (Parallelbezieher von Arbeitslosengeld 1 und 2) im SGB III (SGB=Sozialgesetzbuch III) und nicht mehr im SGB II arbeitslos gezählt.

Quelle: Agentur für Arbeit Bochum
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