Kommentar: Städte im Ruhrgebiet neu planen

Anzeige
Quo Vadis Ruhrgebiet: Viele Innenstädte im Revier veröden.

Höher, schneller, weiter: Den prognostizierten Bevölkerungsrückgang im Ruhrgebiet bewerten wir gerne vorschnell als negative Entwicklung. Warum eigentlich? Keine Frage, in ländlichen Regionen birgt eine solche Entwicklung durchaus Probleme. In vielen Dörfern schließen aus diesem Grund Geschäfte und Praxen.

In Ballungsräumen hingegen bieten sich durch weniger Menschen auch Chancen. So könnte zum Beispiel unattraktiver Wohnraum an Hauptverkehrsadern - man spaziere in Essen mal entlang der Gladbecker Straße oder schaue sich die Leerstände in der Bochumer Innenstadt an der Bundesstraße 226 an - mehr Grün weichen.

Es wäre an der Zeit, Innenstädte neu zu planen. Dies darf jedoch nicht auf Kosten der Geringverdiener geschehen: Knapper Wohnraum bedeutet steigende Mieten. Eine parallele Wiederbelebung des sozialen Wohnungsbau würde ebenfalls zur Attraktivität der Städte im Ruhrgebiet beitragen.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.