Lastenrad ersetzt Lastwagen

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„Fährt sich prima!“ OB Horst Schiereck testet schon mal das Lasten-Fahrrad. (Foto: Thomas Schmidt/Stadt Herne)

Ob Apotheken, Handwerker, Pizzerien oder Buchhändler – ihnen allen sollen Elektrofahrräder zum Lastentransport schmackhaft gemacht werden. Im April 2015 könnte es in Herne schon losgehen mit dem „klimafreundlichen Lastenverkehr“.

Die Herner Lastenräder sind eines der vier innovativen Projekte zur „Energiewende Ruhr“, die von der Stiftung Mercator, dem Wuppertal Institut und dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen aus vielen Ideen ausgesucht worden waren.

OB Horst Schiereck rief jetzt die Wirtschaft der Stadt mit Verve auf: „Beteiligen Sie sich!“ Dr. Joachim Grollmann von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft hat bislang vor allem „die kleineren Unternehmen“ im Visier. Er könne sich auch vorstellen, dass sich mehrere Partner ein Lastenrad teilen – etwa Apotheker und Buchhändler.

"Beitrag zur Energiewende"

Wissenschaftlich begleitet wird das Herner Projekt „Klimafreundlicher Wirtschaftsverkehr in Kommunen als Beitrag zur Energiewende“ von der Zeppelin Universität (Friedrichshafen). Lea Heinrich wird die Betreuung übernehmen.

Mit im Boot sitzen zudem die Karstadt Warenhaus GmbH, die Zweirad-Einkaufsgenossenschaft eG, die Stadtwerke Herne, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und die Stadt Herne.

Insgesamt stehen rund 180.000 Euro Fördergelder zur Verfügung. Die Lastenräder werden gestellt und von der Mercator-Stiftung erst einmal bezahlt. Fünf bis zehn von ihnen sollen auf den Straßen im Alltags-Test rollen.

Nach der „Anstoß“-Veranstaltung in der vergangenen Woche sollen während eines Workshops im Februar/März 2015 Unternehmen „angefüttert“ werden, um dann von April bis November 2015 einen Feldversuch durchführen zu können. Danach können Firmen die Fahrräder zum Zeitwert käuflich erwerben, wenn sie mögen. Anfang 2016 wird es dann einen „Handlungsleitfaden“ geben, der das Projekt beschreibt und Empfehlungen für künftige Interessenten gibt.

Verkehr wird entlastet

Das Elektro-Lastenrad, frohlocken die Projektverantwortlichen, unterstütze die Energiewende, leiste einen Beitrag zum Klimaschutz und verbrauche zudem erheblich weniger Platz als ein Auto – auch und gerade beim Parken. In der Praxis sparten die beteiligten Unternehmen Mitarbeiter-Stunden, denn ein E-Bike komme im Stadtverkehr oft schneller voran als ein Auto. Es entlaste den Verkehr, seine Treibstoffkosten seien niedriger als die eines motorisierten Fahrzeugs.

Wessen Neugier jetzt geweckt ist, der kann sich zum Beispiel an den Agenda-Beauftragten Thomas Semmelmann (02323/16 21 21) oder Lea Heinrich (07541/6009 1606) wenden.
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