Lügenpresse, Lügenpresse!

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Der mutmaßliche Tod eines Obdachlosen in der Nähe des Wanner Hauptbahnhofes rief am Mittwoch einen besorgten Bürger auf den Plan. Seine Botschaft: Es sei ein Unding, dass den Armen in dieser Gesellschaft weder von der Politik noch von der Kirche geholfen werde und dass das Geld lieber für Migranten verwendet werde.

Fakt ist: Das Geld wird in diesem Land systematisch von unten nach oben verschoben. Die Absenkung des Spitzensteuersatzes von 56 Prozent auf derzeit 42 beziehungsweise 45 Prozent ist nur ein Beispiel. Diese Wahrheit möchte man nur leider nicht hören, wenn man sich an Feindbildern abarbeitet, die in dieser Gesellschaft viel zu häufig die Schwachen sind, ganz egal ob es sich dabei um den angeblich faulen Hartz-IV-Bezieher oder den vermeintlichen Wirtschaftsflüchtling handelt.

Dass ich mit diesem Hinweis mir von meinem Anrufer den Vorwurf einhandelte, ein Vertreter der Lügenpresse zu sein, war dann nur folgerichtig. Nun denn, was wäre das Leben auch kompliziert, würden wir nicht unsere Feindbilder pflegen.
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