Mehr Geld für Auszubildende

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700 Euro muss der Arbeitgeber im ersten Lehrjahr mindestens zahlen. Das ergibt sich aus den neuen Tarifverträgen. (Foto: NGG)

Ob der Gast ein ordentliches Trinkgeld gibt oder nicht, darauf können sich Auszubildende zum Kellner order Koch nicht verlassen. Anders sieht die Situation beim Lohn aus: Der Arbeitgeber muss jetzt bei der Ausbildungsvergütung einige Euros extra zahlen.

Zum ersten Mal gibt es für alle 17 Auszubildende in der Gastronomie in Herne feste Vergütungen. Demnach bekommt der Nachwuchs in Gaststätten, Restaurants und Hotels jetzt 700 Euro im ersten und 800 Euro im zweiten Ausbildungsjahr. Im dritten Lehrjahr gehen angehende Köche und Kellner mit 900 Euro am Monatsende nach Hause. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. "Damit ist die Ausbildung in der Gastronomie ein Stück weit attraktiver geworden", sagt Yvonne Sachtje.

Die Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet unterstreicht, dass die höheren Vergütungen rückwirkend ab dem 1. August in ganz Nordrhein-Westfalen verbindlich sind. Dafür habe sich die NGG mit Erfolg eingesetzt. "Das bedeutet, dass jeder gastronomische Betrieb in Herne seinen Auszubildenden dieses Geld zahlen muss. Andernfalls verstößt er damit gegen das Gesetz. Damit hat die Branche erstmals eine Mindestvergütung. Wer seinen Nachwuchs besonders motivieren und dafür sorgen will, dass den jungen Mitarabeitern die nicht immer leichte Ausbildung rund um Küche, Service und Rezeption auch schmeckt, darf natürlich auch noch etwas oben drauflegen", so Sachtje.

Insgesamt habe ein Auszubildender zum Koch jetzt pro Monat 29 Euro im ersten und 31 Euro im zweiten Jahr mehr in der Tasche. Eine Restaurant- oder Hotelfachfrau, die im Service oder an der Hotelrezeption ihre Ausbildung macht, geht im dritten Ausbildungsjahr mit 34 Euro monatlich mehr nach Hause. Mit dem Tarifvertrag gibt es erstmals klare Regeln für die Ausbildung. "Über die einheitlichen Ausbildungsvergütungen hinaus gilt beispielsweise jetzt auch, dass Auszubildende nach einem langen zweiten Berufsschultag in der Woche frei haben und nicht mehr zurück in die Küche oder an die Theke ihres Ausbildungsbetriebs müssen", so die NGG-Geschäftsführerin.

Quelle: NGG
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