Münteferings Autos in Brand gesteckt

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Von hoher krimineller Energie, die sich auf offener Straße entzünde sprach Müntefering in einer ersten Stellungnahme. (Foto: Archiv Wochenblatt)

Die Serie von Brandanschlägen auf Autos von Politikern setzt sich fort. In der Nacht zum Dienstag wurden ein Wahlkampffahrzeug und ein Privatwagen der SPD-Bundestagsabgeordneten Michelle Müntefering angezündet.

Nach ersten Erkenntnissen hatten zwei Männer die beiden Fahrzeuge, ein Mercedes Vito und ein VW Cabrio, gegen 1.10 Uhr auf der Goethestraße in Brand gesetzt. Es soll zumindest in einem Fall ein Molotow-Cocktail in den Innenraum eines Autos geworfen worden sein. Die Unbekannten flüchteten dann in Richtung Schaeferstraße. Eine sofort eingeleitete Fahndung, bei der unter anderem ein Hubschrauber eingesetzt wurde, blieb erfolglos.

Einer der Männer ist circa 1,80 Meter groß und von schlanker Statur. Er trug schwarze Kleidung und war mit einer Sturmhaube maskiert. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Vor der Landtagswahl hatte es bereits Anschläge auf Fahrzeuge des CDU-Politikers Sven Rickert gegeben. Ende April brannte ein VW Beetle mit dem Konterfei des Politikers, Anfang Mai ein VW Bus (wir berichteten). Die Täter wurden bisher nicht ermittelt.

Sie sei entsetzt über die "hohe kriminelle Energie, die sich hier auf offener Straße entzündet“, erklärte Michelle Müntefering, bei der Bundestagswahl am 24. September Direktkandidatin der SPD im Wahlkreis Herne – Bochum II, am Dienstag gegenüber der der Deutschen Presse-Agentur. „Im Vorfeld von Wahlen zielen solche Angriffe auch auf das demokratische System insgesamt.“
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Volker Dau aus Bochum | 22.08.2017 | 11:52  
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