Ruhr Valley: Zukunft wird gemacht

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Jürgen Bock und Frank Dudda umrissen bereits vor Wochen im Rahmen einer Pressekonferenz die Dinge, die mit dem Projekt "Ruhr Valley" in Herne und der gesamten Region angestoßen werden sollen. (Foto: Thomas Schmidt/Stadt Herne)

Herne wird Standort eines Forschungsprojektes. In die Akademie Mont Cenis wird die Hochschul-Kooperation "Ruhr Valley" einziehen. Dort soll mindestens eine Stiftungsprofessur eingerichtet werden, die die Zukunftsthemen Energie, Mobilität und Digitalisierung erforscht. Außerdem sollen Firmen gegründet werden, die Arbeitsplätze in der Region schaffen. 18 kleine und mittlere Unternehmen aus der Region beteiligen sich an dem Projekt.

Gemeinsam haben die Fachhochschule Dortmund, die Hochschule Bochum und die Westfälische Hochschule entschieden, ihr Projekt namens "Ruhr Valley" in Herne anzusiedeln. "Die Stadt Herne ist extrem unkompliziert und zukunftsorientiert", sagte Professor Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule. Die Akademie Mont Cenis liege zentral im Ruhrgebiet und mittig zwischen den drei Hochschulen. Dort stellt die Stadt Räume bereit, in denen derzeit noch Abteilungen der Stadtverwaltung arbeiten.

Die neue Professur heißt "Metropolitane Mobilitäts- und Energiesysteme unter Einbeziehung der Citylogistik" und wird für fünf Jahre von der Stadt unterstützt. Außerdem finanziert das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt mit rund 4,5 Millionen Euro. Die drei Hochschulen haben die Fördergelder des Bundes bei dem Wettbewerb FH-Impuls gewonnen. Insgesamt werden zwei Projekte aus Nordrhein-Westfalen gefördert, bundesweit sind es zehn. Das Geld wird zunächst für vier Jahre bewilligt, dann wird das Projekt ausgewertet und – wenn es erfolgreich ist – weitere vier Jahre vom Bund finanziert.

Die Forschungs-Ergebnisse sind aber nicht nur für die Finanzierung interessant. Die Ideen sollen in Herne und Umgebung ausprobiert und umgesetzt werden. Professor Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund, erklärt, dass innerhalb des Projektes auch eine neue Infrastruktur aufgebaut werden soll. Vor allem sollen neue Möglichkeiten, Waren umweltschonend zu transportieren und Energie zu erzeugen und zu verteilen, in Herne umgesetzt werden. Der Anfang ist bereits gemacht, denn die Stadt arbeitet bereits mit mehreren Firmen daran, Transport umweltschonend zu gestalten. "Herne ist ein Labor des Wandels. Wir sind sehr froh, dass wir Standort dieses Vorzeigeprojektes geworden sind", so Oberbürgermeister Frank Dudda. Das sehen auch die Hochschulen so: "Ich bin fasziniert von der Geschwindigkeit, mit der in Herne Zukunft gestaltet wird", erklärt Professor Jürgen Bock, Präsident Hochschule Bochum.

Letztlich soll von dem Projekt die ganze Region profitieren: "Wir wollen dafür sorgen, dass Arbeitsplätze geschaffen werden", so Bock. Das soll unter anderem dadurch passieren, dass mit den in Herne entwickelten Technologien Firmen gegründet werden, die dann Mitarbeiter einstellen. Schließlich sollen Forschungs- und Wirtschafts-Strukturen entstehen, die sich langfristig selbst finanzieren.
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