Stadt der Städte?

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"Stadt der Städte" nennt sich eine Imagekampagne, die der Regionalverband Ruhr (RVR) auf den Weg bringt. Über einen Zeitraum von drei Jahren werden 10 Millionen Euro in die Hand genommen, um die Außendarstellung des Ruhrgebietes zu verbessern. International darf's dann auch die "City of Cities" sein.

Ganz ehrlich, dieser Größenwahn nervt nur noch. Seit Jahrzehnten macht Kirchturmdenken jeden Versuch zunichte, tatsächlich in dieser Region stadtähnliche Strukturen aufzubauen. Das Ruhrgebiet verteilt sich auf drei Regierungsbezirke. Ein funktionierender Öffentlicher Nahverkehr zwischen Duisburg und Dortmund ist nur in Ansätzen vorhanden. Die wirklichen Probleme bleiben unbewältigt: Kinderarmut, Bildung, Arbeitslosigkeit. Okay, immerhin sichert die Kampagne Arbeitsplätze in Essener und Hamburger Agenturen, die zur Region auch einen Imagefilm präsentieren. Jede Wette, Duisburg-Marxloh, Gelsenkirchen-Ückendorf und die Dortmunder Nordstadt tauchen darin in ihrer ganzen Pracht nicht auf.
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Volker Dau aus Bochum | 27.06.2017 | 16:15  
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