Stadtumbau im kalkulierten Rahmen

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Bei der Pflasterung der Bahnhofstraße wurde Wert darauf gelegt, dass die Geschäfte barrierefrei erreicht werden können.

Mit dem Ende der Bautätigkeiten auf der Bahnhofstraße und der Neustraße hat der Stadtumbau Herne-Mitte sein erstes Etappenziel erreicht. Die gute Nachricht: Beide Maßnahmen blieben im kalkulierten Rahmen.

So etwas ist in Zeiten, in denen viele Bauprojekte die ursprünglich veranschlagten Kosten um ein Vielfaches übersteigen – wie die beiden prominentesten Beispiele Berliner Flughafen und Hamburger Elbphilharmonie zeigen –, nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Nach Auskunft von Anna-Christina Walter waren für den Umbau der Bahnhof­straße 800000 Euro einkalkuliert worden. Dieser Betrag sei um mehr als 30000 Euro unterboten worden, so die Bauleiterin am vergangenen Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz.

Auf einer Fläche von rund 6500 Quadratmetern flaniert der Herner nun zwischen City-Center und Bahnhofsunterführung auf einem neuen granitrauen Pflaster im Format 20/20/12, über das 120 statt zuvor nur 94 Geschäfte ebenerdig erreicht werden können. Von dieser Änderung profitieren vor allem Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer.

Kaum Beschwerden von Geschäftsleuten

Insgesamt sei der Umbau der Bahnhofstraße reibungslos verlaufen, erklärte Eva-Maria Stieglitz-Broll, Abteilungsleiterin im Fachbereich Tiefbau und Verkehr. Der enge Kontakt zu den Geschäftsleuten, vor deren Läden gebaut wurde, habe sich ausgezahlt, es habe so gut wie keine Beschwerden gegeben.

Auf rund 360000 Euro beliefen sich die Ausgaben für den Umbau der Neustraße. Hier war das vorrangige Ziel, die durchschnittliche Geschwindigkeit der Fahrzeuge im Umfeld der Hans-Tilkowski-Hauptschule zu verringern, um die Sicherheit für die Schüler zu erhöhen. Die dort vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern sei von vielen Kraftfahrern missachtet worden, so Bauleiter Christoph Gawenat. Er verwies dabei auf Geschwindigkeitsmessungen, die an der Zufahrtsstraße zur Bahnhofstraße durchgeführt wurden. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit sei zum Teil um mehr als das Doppelte überboten worden.

Um den Abschnitt zu entschärfen, wurde die Fahrbahn in Höhe der Schule verengt. Im Gegenzug gewinnen die Passanten hier mehr Raum. Breitere Parkbuchten und eine neue Beleuchtung sind sichtbare Veränderungen. Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Voraussichtlich Anfang Dezember werden an der Neustraße Kirschbäume gepflanzt.
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