Viel Potenzial für grüne Dächer

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Laut einer Potenzial-Analyse des RVR könnte Herne deutlich grüner werden - und zwar auf den Dächern. (Foto: Arne Pöhnert)

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat gemeinsam mit der Emschergenossenschaft ein Gründachkataster für das Ruhrgebiet erstellen lassen. Die Einfärbung der Dachflächen zeigt an, wie sehr sich ein Haus für ein Gründach eignet. Über eine Detailanalyse können auch die eingesparte Abwassermenge, die CO2-Absorption und der gehaltene Feinstaub pro Jahr geschätzt werden.

Die Analyse des Katasters durch den RVR hat gezeigt, dass mehr als 800000 Gebäude potenziell zur Begrünung geeignet sind. Damit kann fast jedes zweite Dach in der Metropole Ruhr vorbehaltlich der Statikprüfung begrünt werden und somit einen Beitrag zur Klimaanpassung leisten.

Potenziell geeignete Flächen wurden in Herne zum Beispiel gehäuft in Wanne und der Innenstadt ausgemacht.

Ein grünes Hausdach schafft eine Vielzahl positiver Effekte für Gebäude, Mensch und Umwelt. So schützt der Begrünungsaufbau die Dachabdichtung vor Witterungseinflüssen und kann somit die Lebensdauer der Abdichtung verdoppeln. Die Begrünung wirkt gleichzeitig als Dämmung im Winter vor Kälte und dient im Sommer als Hitzeschutz. Begrünte Dächer bilden zudem wichtige Ersatzlebensräume für Tiere und Pflanzen.

Durch die Vegetation können große Mengen an Kohlendioxid und Staub reduziert werden. Würden alle geeigneten Dächer in der Metropole Ruhr - sowohl alle Flachdächer als auch leicht geneigten Dächer bis 30 Grad - begrünt werden, so könnten fast 25000 Tonnen CO2 und Staub pro Jahr gebunden werden. Je nach Bepflanzung können bis zu 80 Prozent des Jahresniederschlags zurückgehalten werden und stehen zur Verdunstung und damit Kühlung der im Sommer aufgeheizten Städte zur Verfügung.
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