„Wir Frauen haben das geschafft“ / Unsere Kandidaten für den Bundestag: Ingrid Fischbach (CDU)

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Will den Bereich der Pflege verstärkt angehen: Ingrid Fischbach. Foto: Detlef Erler
 
Auch das ist Ingrid Fischbach – 1957, wenige Monate alt. (Foto: privat)
Herne: Wochenblatt |

„Ich bin während des Studiums nicht die politische Frau gewesen“, räumt Ingrid Fischbach ein. „Eigentlich waren die zu knappen Öffnungszeiten des Kindergartens ein Grund, in die Politik einzusteigen, um Verbesserungen für berufstätige Frauen zu erreichen“, betont die verheiratete Mutter einer Tochter.

In welcher Partei sie sich engagieren wollte, war für die inzwischen 56-jährige Katholikin klar: „Wegen der christlichen Grundwerte sowie der Familienpolitik kam nur die CDU in Frage, in die ich 1990 eintrat.“ Eines ihrer Vorbilder war und ist Rita Süssmuth, „weil sie auch unbequeme Dinge ausspricht“.

Ingrid Fischbach kandidiert für die CDU im Wahlkreis Herne/Bochum II und erhofft sich für die Bundestagswahl am 22. September „vorne eine Drei“ für ihr Erststimmenergebnis. Natürlich würde sie gerne „als Direktkandidatin einziehen“. Wer wünscht sich das nicht. 2009 ging’s über die Landesliste.

Die Politikerin ist seit 1998 Mitglied des Bundestages und dort seit 2009 eine der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Größtes Erfolgserlebnis
Von 1994 bis 1998 gestaltete Ingrid Fischbach die Kommunalpolitik im Rat der Stadt Herne mit. Ihr größtes Erfolgserlebnis: „Dass die Mittel für die dem Gesundheitsamt zugeordneten Hebammenstellen nicht gekürzt wurden“, erinnert sie sich. „Das funktionierte interfraktionell. Wir Frauen haben das geschafft, und es hat mich angespornt, weiter in der Politik zu arbeiten.“

Im Bundestag zählte es für sie zu den Sternstunden, „als die Fraktion eingesehen hat, dass Kinder-Betreuungsangebote wie ,U 3‘ wichtig sind“.
Wenn Ingrid Fischbach wieder in den Bundestag gewählt wird, will sie „den Bereich der Pflege verstärkt angehen“, denn „uns fehlen Pflegekräfte, und ich möchte, dass es mehr Zeit gibt für persönliche Gespräche mit den Pflegebedürftigen“.

Waschen, kämmen und Medikamente verabreichen reiche nicht aus. Menschliche Zuwendung sei wichtig. Mit Blick auf die herrschende Personalnot vertritt die gebürtige Wanne-Eickelerin die Ansicht, dass nicht alle Pflegekräfte examiniert sein müssen. Zudem solle die Pflege so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden erfolgen.

Um die Finanzlage der Pflegekasse auch künftig stabil zu halten, denkt Fischbach über eine stärkere Beteiligung der Krankenkassen nach.
Ein weiteres großes Problem sei die Zunahme der Demenz-Kranken. Hier gebe es Möglichkeiten, die Krankheit hinauszuzögern. Die müsse man nutzen. Außerdem dürfe man diese Menschen nicht unterfordern.

Ihre größte Befürchtung teilt die Lehrerin (Deutsch und Geschichte) mit zahlreichen Bundesbürgern: „Dass wir die finanziellen Probleme der Welt nicht so in den Griff kriegen, wie bisher.“

Sie traut dem Nachwuchs viel zu

Dem Partei-Nachwuchs traut Ingrid Fischbach viel zu: „Auch wenn junge Menschen uns nicht gerade die Tür eintreten, haben wir einige gute Leute in der Jungen Union“, bemerkt die Politikerin freundlich und wendet sich wieder dem Wahlkampf zu. Und da wird sie unter anderem mit dem „Fischbach-Mobil“ unterwegs sein, um bei einer Tasse Kaffee mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen..
www.ingrid-fischbach.de
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