Am Rande eines Suizides

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Hilfe gegen Depressionen bieten mittlerweile auch in Herne viele Selbsthilfegruppen. (Foto: TK)

Das Herner Bündnis gegen Depression lädt am Mittwoch, 7. Juni, zu einer Filmvorführung ein. „Helen“ ist das Porträt einer Musikprofessorin, die ein scheinbar erfülltes Leben führt. Sie ist glücklich verheiratet, hat eine liebenswerte Tochter und um Geld braucht sie sich nicht zu sorgen. Trotz allem erkrankt Helen an Depressionen, die sie an den Rand des Suizids drängen. Die Erkrankung bringt die Familie an ihre Grenzen und führt schließlich dazu, dass sich Helen von ihrem Mann und ihrer Tochter abwendet. Mathilda, eine ehemalige Studentin von Helen, leidet an einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung. Sie allein findet allmählich einen Zugang zu Helen.

Der Film „Helen“ läuft um 18 Uhr im Medienraum des Marienhospitals, Marienstraße 2. Einlass ist um 17.30 Uhr. Im Anschluss an die Präsentation gibt es Gelegenheit zum Austausch über Film und Thema. Fachärzte stehen für Gespräche zur Verfügung.

Im Unterschied zu Gefühlsschwankungen ist die Depression eine Krankheit. Tiefgreifend beeinflusst und verändert sie nicht nur die Stimmung, sondern auch das Denken, das Verhalten und die Körperfunktionen der Betroffenen. Die Krankheit Depression bedarf deshalb fachärztlicher Behandlung. Nach Angaben des Deutschen Bündnis gegen Depression leiden allein in Deutschland rund vier Millionen Menschen an einer Depression.

Im Rahmen des vom Bundesforschungsministerium geförderten Kompetenznetzes Depression entstand 2001 der bundesweit tätige gemeinnützige Verein Deutsches Bündnis gegen Depression unter dem Dach der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Mittlerweile haben sich ihm zahlreiche Städte und Regionen in allen Bundesländern angeschlossen und lokale Bündnisse gegründet – auch das Herner Bündnis ist seit dem Jahr 2008 mit dabei.

Für eine verbesserte Versorgung depressiv Erkrankter arbeiten in Herne zahlreiche Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten, Seelsorger und Vertreter von Selbsthilfegruppen, kommunalen Beratungsstellen, sozialen Vereinen sowie politisch Beauftragte eng zusammen. Das Herner Bündnis hat sich zur Aufgabe gemacht, sowohl Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich, vor allem aber auch die Öffentlichkeit über das Krankheitsbild aufzuklären und über Hilfsangebote und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.
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2 Kommentare
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 30.05.2017 | 11:49  
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Nicole Deucker aus Oberhausen | 30.05.2017 | 16:11  
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