Bundesfreiwilligendienst ist ein unerwarteter Erfolg

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Die Handhabung von Kranbkenhausbetten gehört zum Einführungs-Programm für alle Bundesfreiwilligen. (Foto: ZED)

Erst war die Skepsis groß, als von Seiten der Politik der Zivildienst gestrichen und der Bundesfreiwilligendienst eingeführt wurde. Auch das Evangelische Krankenhaus fürchtete, keinen personellen Ersatz zu erhalten. Ein Irrtum...

Die Argumente für den Pessimismus lagen auf der Hand: harte Arbeit gegen geringe Bezahlung. Doch tatsächlich ist das Gegenteil eingetreten. Juliane Böse, Ausbildungsbeauftragte am Krankenhaus, kann sich über mangelnde Nachfrage nicht beklagen. Aus anfänglich 14 Stellen sind mittlerweile sogar 18 geworden, die kontinuierlich nachgefragt sind.

"Was uns besonders freut, ist das aufrichtige Interesse, mit dem die jungen Leute zu uns kommen", stellt Juliane Böse fest. Viele Bewerber nutzen das Jahr nach Abschluss der Schule zur Berufsfindung, um zu schauen, ob sie sich eine Ausbildung oder ein Studium im Gesundheitsbereich vorstellen können. Zurzeit sind acht Frauen und zehn Männer im Evangelischen Krankenhaus im Einsatz.

Ihre Aufgaben sind breit gefächert. Es geht darum, Patienten zu Untersuchungen zu begleiten oder an der Grundpflege der Kranken teilzunehmen, also die examinierte Pflegekraft beim Waschen der Kranken zu unterstützen. Ein weiterer Bereich sind die Serviceleistungen: Trinkwasser verteilen, Essen ausgeben und dabei auch schon mal Fleisch klein schneiden oder ein Butterbrot schmieren, wenn der Patient dazu nicht in der Lage ist. "Wer Interesse hat, kann natürlich auch noch andere Hilfstätigkeiten im Pflegebereich erlernen", sagt Juliane Böse.

Bevor es jedoch auf die Stationen geht, gibt es erst einmal eine Grundeinweisung für alle freiwilligen. Grundregeln der Hygiene, Bedeutung der Schweigepflicht, Grundsätze des Krankenhausleitbildes, Grundlagen der Kinästhetik, ein Bettenführerschein sowie die Messung von Blutdruck, Puls und Temperatur stehen auf dem Plan. Dazu gibt es auch während des Freiwilligenjahres zwischendurch Seminare, die Wissenswertes zum Thema Pflege vermitteln. Als Aufwandsentschädigung erhalten die Bundesfreiwilligen 350 Euro im Monat sowie einen Fahrtkostenzuschuss über 44 Euro und können sich kostenlos in der hauseigenen Cafeteria verköstigen.

Wer Interesse an einem Bundesfreiwilligenjahr im Evangelischen Krankenhaus hat kann sich unter der Rufnummer 02323/4982103 bei Juliane Böse melden.
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