Im Notfall schnell und richtig handeln

Anzeige
In Notfallsituationen schnell handeln und für Hilfe sorgen, kann überlebenswichtig sein. (Foto: AOK/hfr)

Jährlich erleiden bundesweit rund 200000 Menschen erstmalig und etwa 70000 Menschen wiederholt einen Schlaganfall. Viele Menschen kennen beispielsweise die Symptome eines Schlaganfalls, wissen aber nicht, was im Notfall zu tun ist. „Ein Schlaganfall oder ein akuter Herzinfarkt sind Erkrankungen, bei denen jede Minute zählt. Im Zweifelsfall ist es immer besser, den Rettungsdienst einmal zu viel zu holen“, sagt Jörg Jockisch, Pressesprecher der AOK Nordwest in Herne.

Um in Notsituationen angemessen reagieren zu können, ist es wichtig, entsprechende Warnhinweise überhaupt zu kennen: Eine plötzliche Asymmetrie des Gesichtes, Lähmungserscheinungen eines Armes, Beines oder einer Körperseite, Schwierigkeiten beim Sprechen oder Verstehen, können beispielsweise einen drohenden Schlaganfall ankündigen. In solchen Fällen sollte auf jeden Fall der Notarzt informiert werden. Auch wenn die Betroffenen es selbst häufig ablehnen, den Notarzt anzurufen, weil es ihnen unangenehm ist und sie selbst die Warnsignale nicht richtig einschätzen. Kollegen, Angehörigen oder auch Passanten sollten sich jedoch über diese Bedenken hinwegsetzen, wenn sie es für erforderlich halten. Denn schnelle Hilfe beeinflusst auch, wie weit sich der Betreffende später wieder körperlich erholen kann.

In lebensbedrohlichen Notfällen erreicht man über die Notrufnummer 112 die Leitstelle des Rettungsdienstes. Damit man dort die Lage richtig einschätzen kann, werden diese Fragen gestellt: Was ist passiert? Welche Symptome zeigt der Betroffene? Wo befindet sich dieser? Wer ruft an? Unbedingt sollten Ersthelfer Name und Telefonnummer für mögliche Rückfragen nennen und für Nachfragen in der Leitung bleiben. Jedes Telefonat sollte von den Mitarbeitern der Notrufzentrale beendet werden.

Wer nachts und am Wochenende dringend ärztliche Hilfe benötigt, deren Behandlung aus medizinischen Gründen jedoch nicht bis zum nächsten Tag warten kann, erreicht über die Rufnummer 116117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen. Für lebensbedrohliche Notfälle ist der Bereitschaftsdienst allerdings nicht zuständig.

Quelle: AOK Nordwest
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.