Mit Kompetenz gegen Bauchfellkrebs

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Clemens Tempfer, Jürgen Zieren und Jens Peter Hölzen mit dem DGAV-Zertifikat. (Foto: Marienhospital)

Die Chirurgische Klinik des Marienhospitals hat als eines von wenigen bundesweiten Zentren die Zertifizierung als Kompetenzzentrum für Bauchfellkrebs durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) erhalten. Das spricht für Transparenz und eine Umsetzung hoher wissenschaftlicher Vorgaben und klinischer Erfahrung.

Etwa 20000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Bauchfellkrebs. Häufig tritt dieser als Folge anderer Krebsarten wie Eierstock-, Magen- und Darmkrebs – aber auch als primäre bösartige Erkrankung des Bauchfells auf. "Die systemische Chemotherapie über den Blutkreislauf ist bei Bauchfellkrebs oftmals nicht wirksam. Die Erkrankung hat eine ungünstige Prognose", sagt Professor Dr. Jürgen Zieren, Direktor der Chirurgischen Klinik. Aus diesem Grund haben die operative Entfernung des Tumorbefalls und die Behandlung der Bauchhöhle mit Chemotherapie in geeigneten Fällen die besten Erfolgsaussichten. So kann es durch komplexe Operationen mit anschließender Chemotherapie in günstigen Fällen gelingen, den Tumorbefall komplett zu entfernen.

Die Herner Chirurgen wenden ein neuartiges Verfahren an, bei dem in Schlüssellochtechnik Chemotherapeutika unter Druck in der Bauchhöhle vernebelt werden: das sogenannten PIPAC-Verfahren. Diese Methode wird auch Druckaerosoltherapie genannt. Mit PIPAC kann man effizient die Krebszellen lokal erreichen und therapieren, weil sich der Medikamentennebel optimal im Bauchraum verteilen kann.

Das Marienhospital hat sich eine überregionale Expertise in diesem Bereich erarbeitet. „Dies spiegelt sich in weit über 1400 Behandlungen wider", so Zieren.
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