Pflegekasse zahlt mehr Geld

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Bauliche Maßnahmen ermöglichen es vielen Pflegebedürftigen, im eigenen Zuhause zu bleiben. (Foto: AOK/hfr)

Die Ausgaben für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes sind im vergangenen Jahr in Herne deutlich gestiegen. Nach einer aktuellen Auswertung zahlte die AOK Nordwest als Pflegekasse etwa 676000 Euro an ihre Versicherten für die barrierefreie Umgestaltung ihrer Wohnung.

Das sind fast 200 Prozent mehr als im Vorjahr (236000 Euro). „Mit wohnumfeldverbessernden Maßnahmen helfen wir Pflegebedürftigen, im eigenen Zuhause zu bleiben. Denn die Erhaltung des sozialen Umfeldes und eine selbständige Lebensführung tragen zu mehr Lebensqualität und Lebensfreude im Alter bei“, sagt Nicole D‘Hone, Teamleiterin der Pflegekasse.

Gründe für den hohen Anstieg sieht D‘Hone einerseits in der Zunahme der Fälle: Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Leistungsempfänger 2015 um über 80 Prozent auf über 220. Zurückzuführen ist dies auf die die zunehmende Transparenz über die Leistungen der Pflegeversicherung und die kontinuierlich steigende Zahl der Pflegebedürftigen. Insgesamt waren in Westfalen-Lippe im Jahr 2015 etwa 109000 AOK-Versicherte pflegebedürftig, 2014 rund 104000 Versicherte. Davon wurden fast 74 Prozent zu Hause von Angehörigen und ambulanten Pflegediensten versorgt.

„Der Gesetzgeber hat mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz zum 1. Januar 2015 den Zuschuss für Anpassungen des Wohnumfeldes an die Situation Pflegebedürftiger deutlich von 2557 auf 4000 Euro erhöht“, so D‘Hone. Voraussetzung für die Förderung ist, dass durch die Wohnraumanpassung die Pflege zu Hause ermöglicht oder erheblich erleichtert wird. Oft sind es Umbaumaßnahmen wie Rollstuhlrampen, die Verbreiterung von Türen oder das Einbauen eines Treppenliftes, die es Pflegebedürftigen ermöglichen, im eigenen Zuhause zu bleiben. Auch sanitäre Anlagen können zum Problem werden. Begehbare Duschen, höherverstellbare Waschbecken und Haltegriffe können helfen, sich im Bad besser zu bewegen. Wichtig ist auch, Stolperfallen zu vermeiden und auf Rutschfestigkeit zu achten, um Stürzen vorzubeugen.

Quelle: AOK Nordwest
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