Über den Umgang mit schwierigen Menschen

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Bei ihrem Fortbildungstag lernten die Ehrenamtlichen, wie sie mit schwierigen Menschen umgehen können. (Foto: Ute Diepenbrock)

Das ist ein schwieriger Mensch! Diese Wertung hören Ehrenamtliche hin und wieder über einen Patienten, bevor sie ihn zum ersten Mal sehen. Mal aus dem Munde eines Angehörigen, mal geäußert von einer Pflegekraft.

Doch was genau ist gemeint, wenn die Rede von einem schwierigen Patienten oder aber auch einem schwierigen Mitarbeiter ist? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Fortbildungstages im Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel für alle in der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft ehrenamtlich tätigen Grünen Damen und Herren. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Seelsorgerinnen Katharina Henke und Ute Diepenbrock.

Während der Fortbildung hörten die Teilnehmerinnen von schwierigen Menschen in biblischen Geschichten und tauschten sich über eigene Erfahrungen aus. Bald spitzte sich die Diskussion auf eine Kernfrage zu: Ist mein Gegenüber schwierig oder bin ich es, die Schwierigkeiten mit ihm hat?

Anhand eines Modells des Psychoanalytikers Fritz Riemann wurde deutlich, dass Menschen sich aufgrund ihrer biographischen Entwicklungsgeschichte ganz verschiedene Verhaltensweisen aneignen, die in Krisensituationen verstärkt werden. Außerdem konnten sich die Teilnehmer selbst verschiedenen Charakter-Typen zuordnen und dabei Hilfreiches für ihre Besuche entdecken. So stellte Regina Liakas am Ende fest: „Ich habe mich selbst besser einschätzen gelernt. Und ich verstehe jetzt auch, warum ich als ,Nähe-Typ' bisher Patienten als schwierig empfunden habe, die mehr Distanz benötigen als ich. Deshalb werde ich bei zukünftigen Besuchen versuchen, sensibler zu sein und die Distanz achten, die ein anderer Mensch vielleicht benötigt.“

In den Evangelischen Krankenhäusern gibt es verschiedene Einsatzbereiche für Ehrenamtliche: Besuchsdienst, Bücherei, Sonntagsdienst. Wer Interesse hat, kann sich bei Katharina Henke (Evangelisches Krankenhaus Herne) unter der Rufnummer 02323/4982301 und Gabriele Stückemann (Evangelisches Krankenhaus Eickel) unter der Rufnummer 02323/49892242 melden.
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