Weißer Ring betreute 2016 weniger Opfer

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114 Opfer von Verbrechen mussten im vergangenen Jahr in Herne durch den Weißen Ring betreut werden. (Foto: Jochen Tack/Archiv Wochenblatt)

Die gute Nachricht: Gegenüber 2015 sank im vergangenen Jahr die Zahl der Opfer von Straftaten, die durch den Weißen Ring betreut werden mussten. Die schlechte Nachricht: 114 Opfer (2015: 128) mussten die Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Spektrum reicht vom Handtaschenraub bis zum Mord. Besonders bedrückend findet Brigitte Grüning, Leiterin der Beratungsstelle in Herne, dass häusliche Gewalt, sexuelle Übergriffe und Stalking fast 50 Prozent der Arbeit ausmachen. In 35 Fällen hat der Weiße Ring Opfer mit Beratungsschecks unterstützt. Bei Bedürftigkeit und einer finanziellen Notlagen als Folge einer Straftat hat die Organisation mit rund 13000 Euro geholfen.

Um auch in Zukunft effektiv helfen zu können, wird verstärkt um neue Mitglieder und Spenden geworben. Der Verein finanziert sich fast ausschließlich über Mitgliedsbeiträge, Spenden, Nachlässe und Busgeldzuweisungen. "Um politisch unabhängig zu bleiben, verzichtet der Verein bewusst auf öffentliche Mittel", erklärt Grüning.
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Bernfried Obst aus Herne | 09.02.2017 | 20:49  
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