Baukauer TC startet mit Disc-Golf

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Der Korb ist das Ziel: Markus Korwald übt bereits mit Dustin Falk und Felix Jakobi. (Foto: Petra Herrmann-Kopp)

Disc-Golf nennt sich eine noch relativ unbekannte Sportart, die der Baukauer TC in sein Programm aufnimmt. Nach den Sommerferien startet das Training im Gysenbergpark.

An zwei Tagen in der Woche wollen die BTC Hyzers, so der Name der Abteilung, auf der präparierten Anlage trainieren. Geeignet ist die Sportart für Menschen aller Altersklassen. Der Einstieg ist ab einem Alter von vier Jahren möglich, so Petra Herrmann-Kopp, Vorsitzende des Baukauer TC. Entspannte Bewegung in der freien Natur, Spielspaß und das soziale Miteinander machen den Reis von Disc-Golf aus.

Übungsleiter Markus Korwald, der mit seinem Sohn seit einiger Zeit die Sportart mit Leidenschaft ausübt, lädt ab dem 29. August alle Interessierten in den Gysenberg ein, um Vorhandwürfe, Rückhandwürde, Abwürfe und verschiedenen Techniken zu trainieren. Bevor dann offiziell an Turnieren und Veranstaltungen teilgenommen wird, werden im nächsten Jahr erst vereinsinterne Turniere ausgerichtet. Auch eine offene Herner Stadtmeisterschaft ist in Zukunft geplant.

Disc-Golf ist eine Sportart, die in den Siebzigerjahren in den USA entstand. Kurz darauf bildeten sich auch in Deutschland erste Gruppen. Ziel ist, einen Kurs von meist 18 Bahnen mit möglichst wenigen Wür­­fen zu absolvieren. Von einer festgelegten Abwurfzone aus wirft der Spieler die Scheibe in Richtung eines Fangkorbs aus Metall. Der Spieler markiert die Stelle, wo die Scheibe gelandet ist, und spielt von dort aus weiter. Die Bahn ist zu Ende gespielt, wenn die Scheibe im Fangkorb versenkt wurde. Die Länge der Bahnen beträgt, je nach Parcours und Schwierigkeitsgrad zwischen 40 und 250 Metern.

Nach vorsichtigen Schätzungen spielen in Deutschland 3000 Menschen Disc-Golf. Der Weltverband, die Professional Disc Golf Association (PDGA), schätzt die Zahl der Aktiven weltweit auf eine halbe Million. Ende 2012 gab es mehr als 3700 Disc-Golf-Anlagen, davon fast 3200 allein in den USA. Disc-Golf wird auch professionell gespielt. Auf der PDGA-Tour werden jährlich mehr als zwei Millionen Dollar Preisgeld ausgeschüttet. Die Weltmeisterschaft ist mit rund 100000 US-Dollar dotiert.

Sportliche Höhepunkte der Disc-Golf-Saison hierzulande sind die Deutsche Meisterschaft und die German Tour. Hierbei handelt es sich um eine Turnierserie, bei der die Punktbesten verschiedener Altersklassen ermittelt werden. Bei Turnieren der höchsten Kategorie gibt es Preisgelder bis zu 3000 Euro zu gewinnen. Der derzeit erfolgreichste deutsche Spieler ist Simon Lizotte, der zu den 20 besten Spielern der Welt zählt und 2013 Europameister wurde.

Disc-Golf wird nach ähnlichen Regeln wie Golf gespielt. Die Anlage im Gysenberg ist ideal für Anfänger, da sie klein und überschaubar ist. Die Wurf-Scheibe ähnelt einem Frisbee, jedoch gibt es für die verschiedenen Techniken unterschiedliche Scheiben, die sich in Material, Flugform und Qualität unterscheiden. der Verein stellt für die ersten Trainingseinheiten Equipment zur Verfügung.

Markus Korwald bittet Gysenberg-Besucher, die sich auf der Disc-Golf-Anlage aufhalten, die Scheiben nicht aufzuheben und zurückzuwerfen. Laut Regelwerk muss der Spieler immer von dort aus werfen, wo seine Scheibe gelandet ist. Auch von Hunden sollten die Scheiben nicht aufgenommen werden. Trainiert wird montags und donnerstags ab 17.30 Uhr. Wer teilnehmen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 01577-6328229 mit Markus Korwald in Verbindung setzen.
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