Chef im Ring

Anzeige
Josef Klimt stand als Boxer selbst im Finale um die westdeutsche Meisterschaft. Als Kampfrichter sind seine Ambitionen noch höher. (Foto: privat)

Mit gerade einmal 25 Jahren ist Josef Klimt der jüngste Kampfrichter Deutschlands im Boxsport. Über diesen Aufstieg freut sich auch der Boxring "Unser Fritz", in dem der Herner seine Karriere zwischen den Seilen startete.

Für den Verein ist Klimts Nominierung für internationale Kämpfe eine Auszeichnung in schwierigen Zeiten. Man könne den Sportlern nur eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten anbieten, räumen Mitglieder des Vereins ein. Der Weg der Kämpfer in die Leistungsklassen sei vor diesem Hintergrund kaum möglich.

Nun ist diesen Weg ein junger Ringrichter gegangen, auch weil er im Boxring entsprechend gefördert wurde. Als Nachwuchsboxer stand er selbst im Finale um die westdeutsche Meisterschaft. Seine Stärken in der Analyse von Kämpfen waren allerdings früh erkennbar und wurden entsprechend gefördert. Der Wechsel zu den Kampfrichtern war die logische Konsequenz. Klimt absolvierte sämtliche Prüfungen mit Bestnoten und wurde schnell zu dem am häufigsten eingesetzten Kampfrichter des Landesverbandes Westfalen.

Bei den deutschen Meisterschaften der Frauen, die Mitte Oktober in Wismar ausgetragen wurden, gelang Klimt der nächste Schritt: Der englische Prüfer bewertete die Leistung des Herners im Ring mit dem Prädikat Weltklasse. Damit steht Einsätzen auf hohem internationalen Niveau nichts mehr im Weg. Für den Boxring "Unser Fritz" avanciert Klimt damit zum neuen Aushängeschild - und das ganz ohne Boxhandschuhe.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.