Der Mann im Hintergrund

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David Hennig leitet seit dem Jahr 2010 Spiele in der Oberliga. Seit 2011 ist er als Assistent in der Regionalliga im Einsatz. (Foto: FLVW)

Auch wenn noch niemand von einem Lebenswerk sprechen wollte, so würdigte der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen mit der Auszeichnung zu Ehrenschiedsrichter des Jahres Engagement von David Hennig.

Der Titel des Ehrenschiedsrichters geht im Fußballverband Westfalen eher selten an Aktive. Doch war sich in diesem Fall der Verbandsschiedsrichterausschuss einig, dass es an der Zeit für eine Ausnahme sei. Denn mit Blick auf den zu Ehrenden bemerkte der Vorsitzende Michael Liedtke, dass man ihn eigentlich jedes Jahr ehren könne: „David Hennig ist ein noch junger Schiedsrichter, der zwar immer irgendwie im Fokus steht, aber eigentlich immer im Hintergrund arbeitet.“

Von den Tagungen und Sitzungen der westfälischen Unparteiischen sowie den Sportplätzen im Verbandsgebiet ist der Herner kaum noch wegzudenken. Mit Kamera, Stift und Block dokumentiert der 33-Jährige bereits seit acht Jahren das Geschehen im Schiedsrichterwesen und sorgt im Rahmen von Tagungen und Seminaren auch für die Weiterbildung der Öffentlichkeitsmitarbeiter der 29 westfälischen Kreisschiedsrichterausschüsse.

Als Mann im Hintergrund ist Hennig seit Anfang 2009 als Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit für den Verbandsschiedsrichterausschuss tätig. Neben dem Online-Magazin „Schiedsrichter-Aktuell“, das der gebürtige Herner von 2009 bis 2016 federführend herausgab, kümmert er sich vorwiegend um die Ausgestaltung der Schiedsrichter-Themen auf dem Online-Auftritt des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen und im Verbandsmagazin Westfalensport. Sein Name sei auch untrennbar mit der DFB-Aktion „Danke Schiri“ verbunden, so Liedtke, die er in den vergangenen beiden Jahren akribisch auf FLVW-Ebene koordiniert habe

Hennig leiste damit unheimlich viel für die Schiedsrichterei in Westfalen. Und das ist keine Selbstverständlichkeit. „Im Hintergrund bekommt er immer mal wieder Lob, aber wir sind der Meinung, dass diese Leistungen mit dieser Ehrung auch mal nach außen hin deutlich gemacht werden müssen“, sagte Liedtke. „Wir würdigen damit seinen langjährigen unermüdlichen Einsatz außerhalb des Spielfeldes für die Belange unserer Schiedsrichter im weiten Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.“ Seine Einsatzbereitschaft, Ehrlichkeit und Offenheit seien Vorbild für alle Schiedsrichter.

David Hennig zeigte sich erfreut über die Wertschätzung seiner Tätigkeit: „Ich übe mein Ehrenamt gerne und mit großer Hingabe aus. Auch wenn die Erfüllung meiner Aufgabe keiner Auszeichnung bedarf, ist der Titel eine wirklich schöne Anerkennung meiner geleisteten Arbeit.“

Hennig ist seit 2007 Mitglied des Kreisschiedsrichterausschusses. Auch hier zeigt sich der 33-Jährige für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Für diverse Publikationen ist er als Autor tätig. Hier kommt ihm sein beruflicher Hintergrund zugute: Nach seinem Bachelor-Abschluss (Germanistik/Geschichte) absolvierte Hennig ein Volontariat und arbeitete anschließend als PR-Redakteur, bevor er sich Anfang 2016 dazu entschied, sein Lehramtsstudium weiterzuführen. Seit sechs Jahren ist der Unparteiische zudem in der Position des Lehrwarts mit seinen beiden Kollegen für die Aus- und Weiterbildung der Schiedsrichter im Kreis 15 zuständig. Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit ist er ebenfalls noch auf den Plätzen aktiv: Als Schiedsrichter ist er seit 2002 tätig und leitet seit 2010 Spiele in der Oberliga Westfalen. Seit 2011 ist Hennig auch als Assistent in der Regionalliga im Einsatz.

Quelle: Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen
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