Die Aufsteiger!

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Da war kein Halten mehr! Ausgelassen feierten die Fans ihren Herner EV. Foto: Manuel Küchler / Herner EV
Wenn lange auf ein Ziel hin gefiebert wird, dann ist der Moment der Erlösung ein wirklich großer. Und so erging es am Freitag-abend auch den exakt 1099 Zuschauern in der Gysenberghalle. Ihr HEV hat den Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse mit einem 6:2- Sieg gegen die Ratinger Ice Aliens perfekt gemacht.

Freude pur – auf und neben dem Eis. Sogar Trainer Carsten Plate, der die letzten Tage schwer erkältet mit Tee verbringen musste, bekam von allen Spielern die obligatorische Bierdusche verpasst. „Was diese Mannschaft an Charakter gezeigt hat ist unbeschreiblich. Ein großes Kompliment an Frank Petrozza für das Zusammenstellen dieses tollen Teams“, erklärte Plate auf der anschließenden Pressekonferenz und lobte damit seinen verletzten Spieler und zugleich sportlichen Leiter.
Eishockey wurde natürlich trotz aller Euphorie auch noch gespielt. Das Team der Ratinger reiste stark gebeutelt an den Gysenberg. Die letzten Monate ohne eigene Halle und das ständige Pendeln haben ihre Spuren hinterlassen. So musste der aktuelle Oberligist schon nach sechs Minuten einem Rückstand von zwei Toren hinterherlaufen. Marvin Cohut und Alexander Brinkmann hatten ihr Team in Führung gebracht und auch der kurzzeitige 1:2 Anschlusstreffer der Ratinger sorgte für keinen Abriss der Konzentration. Im Mitteldrittel erhöhten Antti-Jussi Miettinen, Willi Gross und Thomas Richter den Spielstand noch weiter zu Gunsten des HEV. Der letzte Spielabschnitt wurde dann durch Strafen dominiert. Gleich zwei Disziplinarstrafen und eine Matchstrafe wurden gegen die Aliens verhängt. Grund dafür war wohl in erster Linie die fehlende Routine der Gäste. „Wir sind heute mit neun Junioren angereist. Aus diesem Grund kann ich mit dem Ergebnis und dem Spiel absolut leben“, resümierte Ratingen-Coach Janusz Wilczek. Und obwohl Miettinen mit seinem zweiten Treffer aus Herner Sicht, den Abend abrundete, waren es doch die Ratinger Gäste die mit dem 2:6 den Schlusspunkt setzten.
Nun kann der HEV das Wochenende durchfeiern, denn Sonntag ist spielfrei. Dann folgt die Abschieds-Tournee durch die Regionalliga. Freitag geht es los in Dinslaken, es folgen Neuss (3. März) und Grefrath (8. März). Erst am 10. März gibt es das nächste Heimspiel und das gegen den Oberligisten aus Herford. Denn auch nach seinem erklärtes Ziel „Aufstieg“ , will das Team vom Gysenberg nun auch den Meister-Pokal sichern.
Das weiß auch Trainer Plate: „Wenn wir da stehen, wo wir stehen, dann wollen wir natürlich auch das Maximum!“
Jesper Dahl-Jörgensen
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