"Die Saison ist ein Marathon"

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HEV-Trainer Frank Petrozza sieht die geringen Veränderungen im Kader als großen Vorteil. (Foto: Archiv Wochenblatt)

Der Herner EV hat mit den Vorbereitungen auf die Eishockey-Saison 2016/17 in der Oberliga begonnen. Am Freitag, 23. September, bestreitet die Mannschaft ihr erstes Meisterschaftsspiel bei den Tilburg Trappers. Zwei Tage später folgt der Heimauftakt gegen die Hannover Indians. Den Medien bietet der Herner EV nun ein vereinsintern geführtes Interview an, in dem Trainer Frank Petrozza seine ersten Eindrücke aus der Vorbereitung beschreibt. Wir veröffentlichen es in gekürzter Form.

Ist es etwas Besonderes, nach der Sommerpause wieder die ersten Schritte auf dem Eis zu machen?
Petrozza: „Auf jeden Fall. Ich freue mich immer wieder, wenn es los geht. Fünf Monate sind eine lange Zeit. Ich bin heiß, die Mannschaft ist es auch. Vielleicht auch, weil das Ende der letzten Saison mit dem Ausscheiden in den Play-Offs hart und bitter war.

Was ist für dich als Trainer wichtig?
„Für mich spielen der Charakter der Spieler und somit auch der Charakter einer Mannschaft eine große Rolle. Natürlich ist Spaß wichtig, aber wenn es darauf ankommt, müssen Einstellung und Willen stimmen, dann muss man mit dem Herzen dabei sein. Ich versuche als Trainer menschlich und ehrlich zu sein. Ich versuche Talent und Charakter zu kombinieren. Das ist meine Philosophie. Wichtig ist es auch, eine gute Atmosphäre aufzubauen. Die Mannschaft hat in der letzten Saison bewiesen, dass sie einen guten Charakter besitzt.“

Der Kader ist zum großen Teil zusammengeblieben, was im Eishockey nicht gerade häufig passiert. Wie groß ist dieser Vorteil?
"Es ist ein sehr großer Vorteil. Das Mannschaftsgefüge ist intakt, die Spieler kennen sich untereinander und die Zuschauer können sich mit den Spielern identifizieren. Wir wollen längerfristig etwas aufbauen und nicht jedes Jahr neu anfangen."

Wie waren die ersten Trainingseindrücke?
"Super! Ich war auf der einen Seite positiv überrascht, auf der anderen Seite aber auch nicht. Ich wusste, dass die Spieler alle im Sommer gut an sich gearbeitet haben und fit sind. Bis auf Brad Snetsinger und Aaron Reckers waren alle dabei, beide werden in Kürze in den Trainingsbetrieb einsteigen. Wir haben auch einige junge Spieler auf dem Eis, die sich beweisen und zeigen müssen, dass sie dabei bleiben wollen. Das werden wir dann im Laufe der Trainingszeit sehen.“

Wie sieht das weitere Vorbereitungspensum aus?
„Wir wollen langsam aufbauen. Die Saison ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Nach den Erfahrungen der letzten zwei Jahre weiß ich, dass wir vier bis fünf Wochen Vorbereitung brauchen, um für die Meisterschaft gerüstet zu sein. Natürlich wird das Pensum gesteigert, aber ich muss auch berücksichtigen, dass die meisten Spieler arbeiten oder zur Schule gehen. Da ist ein zusätzliches Vormittagstraining nicht möglich.“

Mit welchen Zielen gehst du in die neue Saison?
„Wir wollen sportlich und wirtschaftlich den nächsten Schritt machen. Natürlich möchte ich wieder unter die besten acht Mannschaften kommen. Natürlich steigen die Erwartungshaltungen, aber davor habe ich keine Angst. Jedes Jahr ist anders, die anderen Mannschaften der Liga verstärken sich, aber ich schaue nur auf unser Team. Wir wollen uns weiter verbessern und einen Schritt weiter kommen.“

Quelle: Herner EV
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