Erfolgreiche Aufholjagd zum Abschluss

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Brad Sentsinger und der Herner SV warten auf den ersten Play-Off-Gegner. Dieser wird zwischen den Wedemark Scorpions und den Hannover Indians ermittelt. (Foto: Arne Pöhnert)

Zum Ende der Meisterrunde knackte der Herner EV die Marke von 100 Punkten. Mit dem 4:3 gegen die Icefighters Leipzig verbesserte die Mannschaft von Trainer Frank Petrozza ihr Konto auf 102 Zähler.

In gebührendem Abstand folgen in der Abschlusstabelle die Füchse Duisburg, Moskitos Essen (beide 94 Punkte) und Tilburg Trappers (93 Punkte). Dass die Duisburger die Meisterrunde als zweitbeste Mannschaft abschließen, lag nicht zuletzt am deutlichen Sieg gegen den Herner EV am vergangenen Freitag.

Nicht unbedingt eine Überraschung war die Niederlage bei den Füchsen. Der Herner EV musste auf die verletzten Michel Ackers, Sam Verelst und Alexander Eckl sowie den gesperrten Brad Snetsinger verzichten. Deutliche Züge nahm das Ergebnis erst in der Schlussphase an. Aaron McLeod brachte die Gäste in der 12. Minute in Führung. Erst gegen Ende des zweiten Drittels drehten die Hausherren mit zwei Treffern (35. und 38.) das Spiel. Vor 1939 Zuschauern blieb die Partie bis kurz vor dem Ende offen. Weil bei den Gästen die Kräfte schwanden, hatten die Duisburger dann aber leichtes Spiel und kamen in der 55., 59. und 60. Minute zu weiteren Toren. "Ab der 30. Minute hatten wir nicht so viel Kraft, da machten sich dann unsere fehlenden Spieler bemerkbar", kommentierte Frank Petrozza das deutliche Ergebnis.

Nur zwei Tage später sollte das 1:5 keine große Rolle mehr spielen. Das 4:3 gegen Leipzig war der 34. Sieg in der laufenden Meisterschaft. Als an Nummer eins gesetzte Mannschaft geht der Herner EV damit in die Play-Offs, die am 17. März beginnen.

Der Erfolg gegen die Icefighters war hart erkämpft. Die Gäste lagen nach 22 Minuten bereits mit 3:1 vorne. Bereits ihre erste Überzahl nutzten die Gäste zum 1:0 (5.). Auch der Herner EV zeigte seine Qualitäten im Powerplay und so konnte Dominik Luft fünf Minuten später nach einer tollen Kombination über drei Stationen zum Ausgleich abschließen. Die Icefighters, denen man anmerkte dass sie unbedingt die noch nötigen Punkte für die direkte Playoff-Qualifikation am Gysenberg holen wollten, spielten weiterhin schnell und direkt nach vorne und konnten in der 13. Minute erneut im Powerplay durch Hubert Berger im Nachschuss das 1:2 erzielen. Und sie holten sich sogar weitere gute Chancen heraus, so dass Michel Weidekamp im HEV-Tor einiges zu tun bekam. Die Pausenführung war auf jeden Fall verdient.

Kurz nach Wiederanpfiff brachte ein satter Schuss aus halblinker Position sogar das 1:3. Das temporeiche Spiel wurde nun noch intensiver. Der Anschlusstreffer gelang dem Herner EV per Penalty. Damian Schneider war nach einem Alleingang kurz vor dem Tor zu Fall gebracht worden. Den von den Schiedsrichtern zugesprochenen Penalty versenkte er halbhoch zum 2:3. Weitere gute Chancen folgten, aber auch die Gäste zeigten sich immer wieder gefährlich. Der Ausgleich fiel in der 37. Minute. Erneut war es eine gute Überzahl-Kombination, die von Aaron McLeod gekonnt ins kurze Eck vollendet wurde.

Im letzten Abschnitt bot sich ein ähnliches Bild. Der Herner EV hatte mehr Spielanteile und gute Chancen, Leipzig kam immer wieder zu schnellen Gegenangriffen. So auch in der 47. Minute, als die Icefighters an Michel Weidekamp scheiterten. Eine Minute später war es dann aber Stephan Kreuzmann, der den Herner EV mit dem Treffer zum 4:3 zum ersten Mal in Führung bringen konnte. Entschieden war damit aber noch nichts. Die Icefighters hatten noch zwei Überzahlmöglichkeiten und Michel Weidekamp musste noch ein paar Mal zupacken. Die letzte Leipziger Chance gab es in der 58. Minute. Danach nahm Leipzigs Coach Sven Gerike noch eine Auszeit, brachte 32 Sekunden vor der Schlusssirene noch einen sechsten Feldspieler für seinen Torhüter, allerdings ohne zählbaren Erfolg. Stattdessen kombinierten Brad Snetsinger und Aaron Mcleod in den letzten Sekunden alleine aufs leere Gäste-Tor zu, der letzte Schuss ging aber wenige Zentimeter vorbei.

Nach Spielende waren beide Trainer zufrieden. Frank Petrozza über den Sieg, Sven Gerike darüber, dass seine Mannschaft sich im Laufe der Saison kontinuierlich steigern und trotz der Niederlage den sechsten Tabellenplatz und damit die sichere Playoff-Teilnahme verteidigen konnte.

Die Icefighters bereits, gegen wen sie in den Playoffs anzutreten haben, nämlich gegen die Essener Moskitos. Die konnten am letzten Spieltag noch auf Platz drei klettern. Tilburg landete auf Platz vier und spielt gegen die Hamburg Crocodiles, Duisburg holte sich Rang zwei und wartet nun ebenfalls wie der Herner EV auf die Sieger der Pre-Playoffs, die am nächsten Wochenende beginnen. Hier treffen die Saale Bulls Halle auf die Black Dragons Erfurt sowie die Wedemark Scorpions auf die Hannover Indians.
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