Fußballer stellen sich auf neue Regeln ein

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Schiedsrichter wie Leonidas Exuzidis sind in den Regeländerungen bereits geschult worden, nun sollen auch die Vereine erfahren, was sich zur kommenden Saison ändert. (Foto: Archiv Wochenblatt)

Notbremse, Verletzungsbehandlung oder Anstoß – seit dem 15. Juli gelten die neuen Fußballregeln auch im Fußballkreis 15. Die heimischen Manschaften müssen sich in der kommenden Saison auf eine große Zahl an Regeländerungen einstellen. Deshalb bietet der Kreisschiedsrichterausschuss eine Sonderschulung für Vereinsvertreter, Trainer und Spieler an.

Der Fußball erlebt die bislang größte Regelreform dieses Jahrhunderts. Zum 1. Juli führte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gleich 95 teilweise einschneidende Änderungen ein, die bis in die untersten Amateurklassen gelten. Diese hatten zuvor die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) festgelegt.

„Dass der Anstoß nun auch nach hinten ausgeführt werden darf, ist dabei noch die harmloseste Neuerung“, stellt Schiedsrichter-Lehrwart David Hennig fest. Mehr als 100 Schiedsrichter des Kreises haben er und seine Kollegen fit im Umgang mit dem neuen Regelwerk gemacht. Weitere Termine folgen. „Natürlich gab es hier viele Diskussionen, gerade weil die Auslegung einiger neuen Regeln noch nicht zu hundert Prozent durch den DFB geklärt ist“, so Hennig. Das DFB-Regelheft wurde jedoch erst für Ende August beziehungsweise Anfang September angekündigt. „Bis dahin schulen wir auf der Grundlage der uns vorliegenden Informationen und dem Fifa-Regelwerk.“

So muss ein Spieler, der nach einem Foulspiel wegen einer Verletzung auf dem Platz behandelt werden muss, unter bestimmten Voraussetzungen das Spielfeld nicht mehr verlassen. Die Bedingungen lauten: Der foulende Spieler muss für das Foulspiel eine Karte bekommen und die Behandlung sollte rasch abgeschlossen werden können. „Wurde die Mannschaft des gefoulten Spielers in der Vergangenheit noch zusätzlich durch ein Unterzahlspiel bestraft, so entfällt dies zukünftig“, lobt Hennig die Neuerung.

Auch die Abschwächung der sogenannten Dreifachbestrafung, bewertet der Lehrwart positiv: „Die Schiedsrichter müssen bei einem Foulspiel im Strafraum mit Verhinderung einer klaren Torchance nun nicht mehr zwingend Rot ziehen, sofern der Angriff ballorientiert ist.“ Anders gesagt: Foulspiele im Strafraum, bei denen der Ball gespielt werden kann oder gespielt werden sollte, werden durch die Schiedsrichter künftig mit einer Gelben Karte und einem Elfmeter bedacht. Foulspiele außerhalb des Strafraums oder mit einer klaren Gegnerorientierung, wie Halten, Ziehen oder Stoßen, ziehen nach wie vor eine Rote Karte – und im Strafraum einen Strafstoß – nach sich. Dies sind nur zwei Beispiele, die im Rahmen der Schulung vertieft werden. Über die wichtigsten weiteren Neuerungen wird der Kreisschiedsrichterausschuss ebenfalls einen Überblick geben und auf Nachfragen der Teilnehmer eingehen.

Die Schulung für die Vereine findet am Montag, 1. August, um 18 Uhr in der Kreisgeschäftsstelle (Schaeferstraße 107) statt. Interessierte können sich online anmelden.
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Bernfried Obst aus Herne | 28.07.2016 | 21:28  
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