Herner EV: Platz eins ist sicher

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Brad Sentsinger und seine Mitspieler gehen als beste Mannschaft der Oberliga Nord in die Playoffs. (Foto: Arne Pöhnert)

Dem Herner EV ist der erste Platz in der Meisterrunde nicht mehr zu nehmen. Die letzte Hürde auf dem Weg dorthin waren die Saale Bulls Halle, die am vergangenen Sonntag in der Eishalle am Gysenbergpark mit 1:9 untergingen.

Schon nach dem zweiten Drittel standen alle Zeichen auf Heimsieg. Der Herner EV führte bereits mit 4:1. In den letzten 20 Minuten ließ der Tabellenführer fünf weitere Treffer folgen. Den Gästen, denen nach einer Knieverletzung von Igor Bacek ab Mitte des Spiels nur noch neun Feldspieler zur Verfügung standen, ging in der Schlussphase schlichtweg die Luft aus.

Auch ohne Michel Ackers, der sich am Freitagabend im Spiel bei den Moskitos Essen am Fuß verletzt hatte, sowie Damian Schneider und Alexander Eckl hatte der Herner EV mit dem Gegner kaum Probleme. Die Halle Bulls Saale hatten das 0:1 durch Christian Nieberle (7.) in der 10. Minute zwar ausgleichen können, danach diktierten die Gastgeber aber eindeutig das Geschehen. Vor 1079 Zuschauern erhöhten Artem Klein (10. und 28.) und Aaron McLeod (27.) auf 4:1. Im Schlussdrittel spielte der Herner EV seine spielerische und läuferische Überlegenheit voll aus. So konnte Sören Hauptig in der 42. Minute eine Unkonzentriertheit des gegnerischen Keepers Clemens Ritschel zum 5:1 ausnutzen und ein verdeckter Schuss von Brad Snetsinger brachte in der 46. Minute in Überzahl das 6:1. In der 51. Minute konnte Thomas Richter auf 7:1 erhöhen. Die Gäste waren jetzt nur noch auf Schadensbegrenzung bedacht. Eine Kombination von Brad Snetsinger und Aaron McLeod, von Letzterem in der 54. Minute vollendet, konnte dennoch nicht verhindert werden. Den Schlusspunkt setze Sam Verelst in der 57. Minute mit einem gekonnten Schuss aus spitzem Winkel von der linken Seite zum 9:1.

Nach dem Schlusspfiff konnten die vorsorglich hergestellten Meister-Shirts ausgepackt werden. 99 Punkte nach 41 Spielen sind eine eindrucksvolle Leistung. Die Tilburg Trappers liegen 10 Punkte zurück, die Duisburger Füchse und Moskitos Essen sogar 13.

Den vorletzten Schritt in Richtung Meisterschaft hatte der Herner EV am vergangenen Freitag bei den Moskitos Essen gemacht. Vor 3070 Zuschauern in der Eishalle am Westbahnhof gewann die Mannschaft von Trainer Frank Petrozza mit 4:2. Die Entscheidung fiel im zweiten Drittel, das mit 3:0 an die Herner ging. Bradley Snetsinger erzielte in der 22. Minute das 1:0. Der Topscorer erkämpfte sich den Puck in der neutralen Zone, dann bekam er die Hartgummischeibe auf der linken Seite wieder zugespielt, fuhr aufs Essener Tor zu und düpierte alle Gegenspieler inklusive des Torhüters. Kurz darauf erhöhten Dominik Luft (27.) und Stephan Kreuzmann (29.) auf 3:0. Ihre Aufholjagd leiteten die Moskitos mit zwei guten Chancen in den letzten Sekunden des zweiten Drittels ein, die Tore fielen jedoch erst im Schlussabschnitt (46. und 53.). Bei nur noch 56 Sekunden auf der Uhr nahmen die Essener den Torwart vom Eis und vergaben eine große Chancen zum Ausgleich. Im Gegenzug brachte Michel Ackers neun Sekunden vor der Schlusssirene den Puck im leeren Tor der Essener unter. Trainer Frank Petrozza würdigte in seiner Analyse die Manschaftsleistung, hatte für seinen Torwart aber ein ausdrückliches Lob übrig: "Essen war im ersten Abschnitt schneller. Da hat uns Michel Weidekamp vor einem möglichen Rückstand bewahrt."

Drei Spiele muss der Herner EV in der Meisterrunde noch austragen. Am kommenden Freitag steht das Auswärtsspiel bei den Crocodiles Hamburg an (20 Uhr). Am Wochenende danach folgen das Auswärtsspiel bei den Duisburger Füchsen (3. März) und das Heimspiel gegen die Icefighters Leipzig (5. März).
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