Herner EV spielt zukünftig in der Hannibal-Arena

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Beim Herner EV werden die Weichen neu gestellt: Trainer Herbert Hohenberger möchte unter anderem die Intensität im Training erhöhen. (Foto: Arne Pöhnert)

Gelegenheit zum Rückblick aber auch einen Ausblick auf die kommende Saison lieferte ein Treffen von Funktionären und Spielern des Herner EV mit dem Anhang des Vereins. Eine Botschaft: Bald soll vieles wieder besser laufen.

Geschäftsführer Jürgen Schubert machte bei dieser Gelegenheit deutlich, dass das Verpassen der Meisterrunde für den Herner EV mit finanziellen Einbußen verbunden war, der Eishockeysport in Herne jedoch zu keiner Zeit auf der Kippe stand.

Nicht zuletzt aufgrund des schwachen sportlichen Abschneidens habe es keine Abschlussfeier gegeben. Die Verabschiedung von einem verdienten Spieler wurde so am vergangenen Samstag nachgeholt: Christian Nieberle beendete seine Karriere nach 13 Jahren, darunter die letzten sechs beim Herner EV. Natürlich ein Ende mit Wehmut, begann der 33-Jährige doch bereits im Alter von vier Jahren mit Eishockey. So ganz wird Nieberle dem Sport allerdings nicht verloren gehen, der Publikumsliebling wird als Schiedsrichter aufs Eis zurückkehren.

Im Mittelpunkt der Neuausrichtung beim Herner EV steht nun Herbert Hohenberger, der neue Trainer am Gysenberg. In einem Interview erläuterte er seine Pläne. Um diese umzusetzen, wird es einige Veränderungen geben. Die Intensität der Trainingsarbeit soll sowohl auf dem Eis als auch im Bereich der Fitness deutlich gesteigert werden. Angedacht ist unter anderem eine Kooperation mit einem Fitness-Studio. Mit Peter Glinka steht eine Herner Torwartlegende in den Startlöchern um regelmäßig intensiv mit den Goalies zu arbeiten. Herbert Hohenberger hatte auch schon ein erstes Treffen mit Guido Drongowski, um eine stärkere Verbindung zum eigenen Nachwuchs herzustellen.

Trainingsauftakt soll bereits am 15. August sein. Hohenberger möchte in der Vorbereitung Spiele gegen Mannschaften aus der DEL2 und der Oberliga bestreiten. Im Gespräch sind unter anderem die Roten Teufel aus Bad Nauheim.

Verlängert hat der Verein den Vertrag mit Marcus Marsall. Der 28-Jährige bleibt mindestens bis 2020 in Herne. Der Mannschaft wird er in den ersten Spielen der kommenden Saison allerdings nicht zur Verfügung stehen. Auf die Matchstrafe aus dem letzten Spiel der vergangenen Saison folgt eine Sperre von fünf weiteren Spielen.

Neu am Gysenberg ist ein Weggefährte Marsalls aus Bayreuther Zeiten: Dennis Thielsch gab dem Herner EV ebenfalls eine Zusage für die beiden nächsten Spielzeiten. Nach 500 Spielen hat der 31-Jährige 600 Scorer-Punkte auf seinem Konto. Der Stürmer überzeugte unter anderem in Selb, Bayreuth und Essen.

Ein weiterer Eckpunkt der Neuausrichtung beim Herner EV ist der erfolgreiche Abschluss der Verhandlungen über die Namensrechte der Eishalle. Die Unternehmensgruppe Euco, die in Bochum das Hannibal-Center betreibt, hat ab dem 1. Juni diese Rechte für zehn Jahre erworben. Damit wird aus der Gysenberghalle die Hannibal-Arena.
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