Herner Triathleten sind heiß auf ihren Sport

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Ein Vorschlag für eine neue Disziplin? Nein, Sven Abbing, Thorsten Ratberg und Kalle Dietz tragen die Kinder Josh, Paula und Sören nur für unser Foto auf den Schultern. Annika und Denise wollen nicht so hoch hinaus. Alle Foptos: Detlef Erler
 
Triathlon ist klasse, da sind sich die sportlichen Geschwister Sören und Paula Fleischmann einig. Gleich zu zweit in den Neopren-Anzug zu steigen ist dann aber doch etwas zu viel verlangt. Denn dieser Sport hat mit seinen drei Disziplinen auch so schon viel zu bieten.

Schwimmen? Immer gerne. Laufen? Kann auch Spaß machen. Radfahren? Hält prima fit. Doch das richtige Vergnügen be-ginnt für Thorsten Ratberg, Sven Abbing und Kalle Dietz erst, wenn sie alle drei Disziplinen hintereinander absolvieren. Denn die drei sportlichen Herren gehören zum Herner Triathlon Team 2011.

„Nur zu laufen war mir irgendwann zu langweilig“. So spricht Thorsten Ratberg, 1. Vorsitzender des Herner Triathlon Teams. Also versuchte er sich am Triathlon und erlag der Faszination. „Jeder, der es mal gemacht hat, ist sofort angefixt“, ist der 39-jährige sicher. „Die Interessen haben sich bei mir zu 100 Prozent verschoben. Man lebt den Sport, wenn man es richtig macht“, erklärt er.

„Zudem lebt man viel gesünder, ernährt sich besser“, weiß Kalle Dietz. Er ist 54 und wirkt fit wie ein Turnschuh. Sven Abbing ist erst 30 und muss als Polizist natürlich ein gewisses Maß an Fitness mitbringen. „2005 bin ich meinen ersten Marathon gelaufen“, lässt er wissen. Da kann man sich ja getrost der Herausforderung Triathlon stellen.

Qualifiziert für den Ironman Hawaii

Wobei der Laie wissen muss: Auch hier gibt es verschiedene Strecken. Vom Sprint mit 500 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radeln und fünf Kilometern Laufen über die olympische Strecke und die Mitteldistanz bis hin zur Königsdisziplin, dem Ironman. Dort warten dann 3,8 Kilometer im Wasser, 180 Kilometer auf dem Rad und schließlich noch ein Marathon zum guten Schluss auf die Teilnehmer.

Genau dieses Vergnügen hat sich Sven Abbing in Frankfurt gegönnt und sich mit der Qualifikation für den legendären Ironman Hawaii belohnt. „Das ist ein absolutes Traumziel, es ist dort eine Riesenatmosphäre“, schwärmt der Sportler strahlend. Allzu oft muss man sich diese Anstrengung aber nicht antun. „Es war bis jetzt der vierte Ironman, mit dem Start in Hawaii lege ich die Distanz erstmals zwei Mal in einem Jahr zurück“. Denn nach so einem Rennen „hat man erst mal zwei, drei Wochen keine Lust auf Sport“.

Auch Thorsten Ratberg hat sich schon in Frankfurt versucht. „Unterwegs fragt man sich dann schon, warum man das tut“, erklärt er mit einem Lächeln. Für solche Gdanken hat man auf den kürzeren Strecken gar keine Zeit. „Da gibt man von Beginn an Vollgas“, lässt er wissen. Dies scheint sich insbesondere Sportskamerad Maik Bernhardt zu Herzen zu nehmen. „Wenn er blaue Lippen bekommt, ist er richtig am Anschlag“, verrät Ratberg verschmitzt.

Aufs richtige Schwimmen kommt es an

Und welche Disziplin ist die unbeliebteste? „Schwimmen“, sind sich die drei Herren einig. „Radfahren und Laufen kann jeder. Aber beim Schwimmen kommt es auf die Technik an“, meint Ratberg. „Und es ist schwieriger, die mit 30 Jahren zu lernen als mit fünf.“ Gerade bei Wettbewerben in offenen Gewässern komme zudem das Orientierungsproblem hinzu, gibt Abbing zu verstehen.

Daher ist man beim HTT auch unglücklich, keine eigenen Schwimmtrainingszeiten zu haben. Man könne bei Westfalia Herne und beim Herner TC mitüben, „dafür sind wir dankbar“, so Ratberg. Optimal sieht aber sicher anders aus.

Neben den Einzelstarts, die die Sportler angehen, sind zwei Seniorenteams im Rennen. Die Erste Mannschaft will in die Regionalliga aufsteigen. „Um sicher zu gehen brauchen wir beim letzten Wettkampf am 17. August einen Podestplatz“, erkärt Ratberg und wirkt dabei sehr selbtbewusst. Das muss doch klappen!

Die Zweite Mannschaft ist dagegen eher am Breitensport orientiert. Dadurch eignet sie sich prima zum Reinschnuppern. Natürlich gibt es auch einen Jugendbereich, dem in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden soll. „Bei den Kindern geht es natürlich auch um den Spaß“, schließlich will man sie an den Verein binden. So wie Annika Dietz (11) und Sören Fleischmann (12). „Die Freunde machen da schon mal große Augen“, wenn man ihnen sagt das man Triathlon macht, verrät Annika. „Es macht aber einfach Spaß“, sind sich die beiden einig. Ab acht Jahren kann man hier einsteigen.

Alle fiebern dem 3. Oktober entgegen

Alle Vereinsmitglieder fiebern bereits dem 3. Oktober entgegen. Denn dann findet im Gysenbergpark die dritte Auflage des Sparda Bank Herbstlaufes des HTT 11 statt. Verschiedene Strecken für Walker und Läufer stehen dann zur Auswahl, von den Bambinis bis zu den Erwachsenen können hier alle Herner an den Start gehen. „Beim letzten Mal hatten wir 500 Teilnehmer“, tut Ratberg nicht ohne Stolz kund.

Es gibt also viel zu tun und zu erleben. Wer sich den vielseitigen Triahleten anschließen möchte oder nach mehr Infos zum Herbstlauf giert, findet alles unter www.htt11.de

www.htt11.de
www.dtu-info.de
www.ironman.com
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