Nach 29 Erfolgen endet die Siegesserie in Meisterschaftsspielen, bei der BG Hagen II verlieren die Damen der Ruhrpott Baskets Herne mit 33:39 !!!

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Stolze 29 Siege in Meisterschaftsspielen in Folge konnten die Damen der Ruhrpott Baskets Herne seit ihrer Vereinsgründung 2013 erzielen, jetzt gab es im Landesliga-Aufstiegskampf die erste Niederlage gegen den Tabellenzweiten BG Hagen II. Durch den hauchdünn gewonnenen Vergleich bleiben die Hernerinnen aber weiter Tabellenführer in der Damen-Landesliga.
Sonntag, 25.01.2015

Landesliga Damen, 12. Spiel:
BG Hagen II – Ruhrpott Baskets Herne 39:33 (10:17)
Viertelergebnisse: 3:5 / 7:12 / 10:11 / 19:5
Mannschaftsaufstellung und Punktverteilung:
Muny (15), Strozyk (6), Taubenberger (6), Niedrig (5, 1 Dreier), Schmidt (1), L. Franze, Günther, Hlinski, Holtkamp, Legnar
Freiwurfquote: 77 % (10/13)

Die Siegesserie der Damen der Ruhrpott Baskets Herne ist am Sonntag nach rund 1 ½ Jahren gerissen. Ausgerechnet im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten BG Hagen II unterlag der Landesliga-Tabellenführer mit 33:39, immerhin konnten sich die Herner Korbjägerinnen hauchdünn das direkte Duell sichern, so dass sie die Liga auch nach dem 12. Spieltag immer noch als Spitzenreiter anführen.
Vor einer für ein Landesligaspiel sehr ordentlichen Zuschauer-Kulisse entwickelte sich von der ersten Sekunde an eine Partie, die von einer hohen Intensität, vor allem in der Verteidigung, geprägt war. Die Schiedsrichter hatten sich für eine sehr großzügige Linie entschieden und ließen die Teams sehr hart agieren, womit die Hernerinnen in einigen Situationen sichtlich Probleme hatten.
Im ersten Viertel dominierten die Verteidigungsreihen so eindeutig das Geschehen, dass nur höchst selten überhaupt Körbe erzielt wurden. Lisa Niedrig traf per Dreier zur 3:0 Führung und nach einem Treffer der Gastgeberinnen erhöhte Anja Strozyk zur 5:2 Führung in der 4. Minute, was danach folgte war die völlige gegenseitige Neutralisation, in den folgenden 6 Minuten fiel noch ein ganzer Punkt, ein Freiwurftreffer für Hagen, mit einer 5:3 (!) Führung nach dem 1. Viertel ging es in die erste Viertelpause. Es wurde fast kein freier Wurf zugelassen und bei den äußerst seltenen einfachen Situationen spielten dann auch bei der einen oder anderen Akteurin die Nerven nicht mit.
Da auch im zweiten Viertel weiter bei beiden Teams sehr engagiert verteidigt wurde, musste man sich auch im weiteren Spielverlauf jeden einzelnen Punkt hart erarbeiten. In den zweiten 10 Minuten konnte sich auf Herner Seite vor allem Mareike Muny im Angriff durchsetzen, die 8 der 12 Herner Punkte in dieser Phase erzielte. Mit einem 17:10 Halbzeitstand, der bei normalem Spielverlauf durchaus als Viertelergebnis durchgehen könnte, ging es in die Halbzeitpause.
Das Halbzeitfazit von RBH-Coach Heiko Dittinger: „Schon zu diesem Zeitpunkt war ich hin- und hergerissen. Auf der einen Seite haben wir individuell und als Team überragend verteidigt und in 20 Minuten nur ganze 10 gegnerische Punkte des Tabellenzweiten zugelassen, auf der anderen Seite haben wir aber eben auch selbst nur 17 Punkte erzielt, weil zum einen der Gegner in der Verteidigung ebenfalls einen exzellenten Job gemacht hat (wenn auch mit einer sehr harten Defense, die aber von den Schiedsrichtern zugelassen wurde) und zum anderen wir einfach die wenigen freien Würfe auch viel zu selten getroffen haben. 7 Punkte Vorsprung in Kombination zum 9-Punkte-Sieg im Hinspiel waren aber trotz allem ja eine sehr gute Ausgangslage für uns!“
Auch im dritten Viertel steuerten die RBH-Damen weiter auf Kurs Sieg und damit auf einen Riesenschritt in Richtung Aufstieg zu. Doch Mitte des 3. Viertels beim Stand von 23:17 für die Ruhrpott Baskets verletzte sich dann Lea Günther ohne gegnerische Einwirkung am Sprunggelenk, die Partie war sofort für sie beendet und die RBH-Damen mussten in der Folgezeit ohne eine wichtige Leistungsträgerin auskommen. Dies gelang bis zum Ende des 3. Viertels noch ganz gut, Verena Taubenberger, Mareike Muny und Anja Strozyk trafen für Ihr Team, die gesamte Mannschaft ließ in der Verteidigung weiter nur wenig zu, so dass nach 30 Minuten eine 28:20 Führung zu Gunsten der Hernerinnen zu Buche stand.
Doch es folgte ein ganz schwaches Schlussviertel, in dem bei den Hernerinnen im Angriff wirklich nichts mehr zusammenlief, ein einziger Feldkorb gelang noch und insbesondere gegenüber den Würfen von außen, die Hagenerinnen erzielten im Schlussabschnitt drei Dreier, agierte die Herner Verteidigung jetzt einige Male viel zu nachlässig. Die BG Hagen übernahm in der 35. Spielminute zum ersten Mal die Führung (31:30 für Hagen) und gab diese dann auch bis zum Spielende nicht mehr ab. Um den direkten Vergleich nicht zu gefährden verzichtete man in den Schlusssekunden dann auch darauf die Uhr zu stoppen.
„Glückwunsch an die BG Hagen II, die absolut verdient gewonnen hat. Natürlich haben die Gastgeberinnen extrem hart gespielt, da haben wir uns vielleicht zu sehr den Schneid abkaufen lassen und uns zu viel damit beschäftigt, dass die SR einfach viel zugelassen haben. Letztlich muss man aber so ein Spitzenspiel eigentlich gewinnen, wenn man gerade einmal 39 Punkte kassiert. Aber mit 33 eigenen Punkten, das sind nicht einmal 9 Punkte pro Viertel, war heute ganz sicher unsere Offense ein Riesenproblem. Da hinterfrage ich mich auch als Trainer, es ist mir heute nicht gelungen eine Kombination auf das Feld zu schicken, die im Angriff erfolgreicher agieren konnte als wir es getan haben. Und eventuell war meine 7er-Rotation auch zu klein, auch da werde ich in den nächsten Spielen sicher mehr Spielerinnen die Möglichkeit geben sich zu beweisen. Vielleicht kommt diese Niederlage aber auch zur rechten Zeit, jetzt haben wir nur noch einen hauchdünnen Vorsprung auf die BG Hagen II und müssen in jedes weitere Spiel gehen, als ob es ein Endspiel ist. Der Fokus liegt bei uns jetzt ganz klar auf die nächsten Meisterschaftsspiele, das WBV-Pokal-Viertelfinale gegen die SG BG Bonn-MTuS (aktuell Tabellenfünfter in der Oberliga) sehe ich jetzt eher als Trainingseinheit für die anstehenden Aufgaben“, blickt Heiko Dittinger nach vorne und fügt noch hinzu: „Ich hoffe für Lea Günther und für unser Team, dass die Verletzung nicht ganz so schlimm ist, und dass sie schnell wieder auf den Platz zurückkehren kann, wir alle wünschen Ihr eine schnelle und nachhaltige Genesung!“

Im WBV-Pokal-Viertelfinale treffen die RBH-Damen schon am kommenden Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 20.30 Uhr in der SH der Hiberniaschule (Holsterhauser Str. 70, 44652 Herne) auf die SG BG Bonn-Meckenheimer TuS. Zuschauer sind bei dieser Partie ebenso herzlich Willkommen wie beim nächsten Meisterschaftsspiel am nächsten Samstag, den 31. Januar 2015 um 16 Uhr in der SH Flottmannstraße (Hölkeskampring 2, 44625 Herne). Spätestens im Meisterschaftsspiel am kommenden Samstag wollen die Hernerinnen zurück in die Erfolgsspur kommen.

Ruhrpott Baskets Herne e.V., Heiko Dittinger, 26.01.2015
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