Schalke siegt 3:2 gegen Griechen. Aber ohne Herz

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Schalke zittert sich im Playoff-Rückspiel der Champions League vor fast leerer Kulisse in die Gruppenphase. Ein " Geisterspiel", auch das hat es in der langen traditonsreichen Geschichte des Vereins bisher nicht gegeben. Und auch das nicht. Schalke ist zweimal nacheinander in die Champions League eingezogen.
Schalke begann im 4-2-3-1 System. Nach dem Hannover Spiel waren Jones und Uichda wieder in die Startelf gerückt. Vorsicht war nach dem 1:1 Hinspiel geboten. Die Griechen standen fast wie zuerwarten tief. Schalke agierte die ersten 25 Minuten als die bessere Mannschaft. Hatte mehr Ballbesitz und ließ den Ball relativ sicher in den eigenen Reihen laufen. Doch die angestrebte Dominanz hielt nicht lange an. Einige unsichere Pässe im Mittelfeld von Höger und Jones reichten aus, um die Mannschaft wieder aus dem Takt zubringen. In der 43. Minute zeigte Jones mal sein Können. Jones flankte lang auf Uichda und der spielte den Ball quer vor dem Tor auf den Ungar Adam Szalai. Die ca. 200 ausgewählten Gäste jubelten fast so laut wie die Nordkurve in voller Besetzung. Wegen lautstarken Meckerns wurde Trainer Huub Stevens auf die Tribüne verbannt. Er hatte freie Platzwahl.
Nur 8 Minuten nach dem Anpfiff zur 2. Halbzeit folgte prompt der Ausgleich durch die Griechen. Und in der 64. Minute dachte ich, es ist vorbei. Jones sah nach einem weiteren regelwidrigen Foul Gelb-Rot. Schalke wieder nur zu zehnt. Doch gerade in Unterzahl machten die Schlaker bisher ihre besten Spiele. Drei Minuten vorher hatte Keller den 17 jährigen Max Meyer für Clemens eingewechselt. Und er sollte sich als Joker erweisen. Denn in der 67. Minute passte Meyer zauberhaft und sehr gefühlvoll auf den 19 jährigen Draxler und dieser schoß Schalke erneut in Führung. Einfach genial dieser Spielzug. Davon sollte Schalke zukünftig mehr zeigen.
Keller wechselte erneut und nahm nur 8 Minuten später den Meyer wieder heraus. Es kam in der 70. Minute Roman Neustädter.
Und PAOK machte jetzt weiter Druck. In der 79. Minute folgte nach einer Standardsituation durch Katsouranis der Ausgleich zum 2:2. Niemand fühlte sich in der Schalker Abwehr zuständig. Es wurde Saloniki einfach mal wieder zu leicht gemacht. Und alle, Spieler und Fans mussten zittern.
Und so war es wieder mal der 19 jährige Draxler , der in der 90. Minute Adam Szalai anspielte und der Siegtorschütze uns erlöste.

Schalke musste erneut mit 10 Feldspielern hart kämpfen. Dieses Spiel hat wiederum viel Kraft gekostet. Am Samstag muss Schalke zu der starken Werkself von Bayer Leverkusen. Anpiff ist am 31.08.2013, um 18:30 Uhr.
Am kommenden Donnerstag, dem 29.08.2013 folgt im Grimaldi Forum von Monaco, um 17:45 Uhr die Gruppenauslosung.
Der 1. Spieltag der Gruppenphase findet am 17./18. September statt.
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Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 28.08.2013 | 08:35  
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