Schock am Strand

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Unangefochten: Der Herner EV ließ am vergangenen Wochenende die Siege Nummer zwei und drei in der Qualifikationsrunde folgen. (Foto: Arne Pöhnert)

Die Qualifikationsrunde nimmt den erwarteten Verlauf: Am vergangenen Wochenende gewann der Herner EV auch das zweite und das dritte Spiel. Der Vorsprung auf die Konkurrenz ist auf mehr als 20 Punkte angewachsen.

Im Heimspiel gegen die Black Dragons Erfurt machte das zweite Drittel den Unterschied. Der Herner EV machte in diesem Durchgang aus einem 1:1 ein 5:1. Das 6:1 nach 60 Minute war auch in der Höhe verdient. Dabei waren die Gäste zunächst in Führung gegangen und konnten auf einen starken Torwart bauen. Erst 23 Sekunden vor der Pausensirene verlängerte Dominik Luft einen Schuss von Michel Ackers zum Ausgleich ins Netz.

Im zweiten Spielabschnitt klappte die Chancenverwertung besser. Aaron McLeod erzielte in der 24. Minute aus spitzem Winkel die erste Führung. Nun häuften sich auch auch die Strafzeiten gegen die Gäste. In Überzahl erhöhte McLeod in der 30. Minute auf 3:1. Auch bei den nächsten beiden Toren durch Lois Spitzner (37.) und erneut McLeod (39.) saßen Erfurter auf der Strafbank. Das letzte Drittel verlief vor rund 1100 Zuschauern ruppiger, so musste der Herner EV gleich vier Minuten am Stück in Unterzahl überstehen. Lediglich ein Treffer fiel noch in der 57. Minute durch Philipp Kuhnekath.

Den erwarteten Sieg gab es auch zwei Tage später beim EHC Timmendorf. Beim 5:3 hatte der Herner EV allerdings deutlich mehr Mühe als in den ersten beiden Vergleichen mit diesem Gegner. Wieder war es das zweite Drittel, das am Ende den Unterschied ausmachte. Nach dem 1:0 des EHC Timmendorf in der 13. Minute drängte der Herner EV auf den Ausgleich. Es dauerte bis zur 30. Minute, ehe Maik Klingsporn mit einer feinen Einzelaktion das 1:1 erzielte. Drei Minuten später traf der Verteidiger zum 2:1, ehe Philipp Kuhnekath den dritten Treffer (36.) folgen ließ. Im dritten Drittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit zwei Treffern von Danny Albrecht zum 4:1 (46.) und 5:2 (51.).

Überschattet wurde das Spiel kurz vor dem Ende vom Zusammenbruch des EHC-Torhüters Jan Dalgic. Allen Anschein nach gelangte ein Stück Carbon in die Lunge des Sportlers. Das Material wird zum Beispiel in Hockeyschlägern verwendet und splitterte möglicherweise ab. Dalgic musste auf dem Eis von Notärzten versorgt werden und verbrachter die Nacht im Krankenhaus. Am Montag konnte der Verein Entwarnung geben: Dem Sportler gehe es wieder gut, er werde zur Sicherheit aber noch einmal gründlich untersucht, um mögliche Spätfolgen auszuschließen.

Dass der EHC Timmendorf stärker als in den ersten Monaten der Saison auftreten würde, hatte sich übrigens bereits am Freitag mit dem Auswärtssieg bei den Crocodiles Hamburg abgezeichnet. "Wir konnten erst im zweiten Abschnitt unsere Dominanz zeigen und am Ende war es dann ein hartes Stück Arbeit“, kommentierte HEV-Trainer Ulrich Egen den Spielverlauf.

Weiter geht es für den Herner EV am Freitag mit einem Heimspiel gegen den ECC Preussen Berlin. Das erste Bully ist um 20 Uhr. Die Hauptstädter sind derzeit mit 26 Punkten Tabellenfünfter der Qualifikationsrunde. Am Sonntag folgt ab 18 Uhr in Braunlage das Spiel gegen den EC Harzer Falken. Das Schlusslicht gewann im gesamten Saisonverlauf nur 5 seiner 30 Meisterschaftsspiele.
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