Wochenende ohne Punkte

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Auf den offenen Schlagabtausch gegen die Moskitos folgte eine schwache Offensivleistung beim MEC Halle. (Foto: Arne Pöhnert)

Macht es der Herner EV noch einmal spannend? Zum ersten Mal in dieser Saison gab es für den Tabellenführer an einem Doppelspieltag nichts zu holen. Auf das 4:5 gegen die Moskitos Essen folgte eine Auswärtsniederlage beim MEC Halle.

Noch liegt der Herner EV neun Punkte vor dem Rivalen aus Essen und zehn vor den Füchsen aus Duisburg. Will man den ersten Platz in der Schlussphase der Meisterrunde nicht mehr verspielen, muss die Chancenverwertung jedoch deutlich besser werden.

Die fehlende Durchschlagskraft im Angriff bemängelte jedenfalls Trainer Frank Petrozza nach dem 1:3 beim MEC Halle: „Wir haben nicht schlecht gespielt, aber konnten unsere Chancen nicht verwerten.“

Dabei hatte der Herner EV am Sonntag den besseren Start erwischt. Brad Snetsinger konnte in der 5. Spielminute die 1:0-Führung erzielen. Die Herner behielten das Heft zunächst auch in der Hand. Erst mit dem Ausgleich (12.) fanden die Gastgeber besser ins Spiel, das insgesamt kein hohes Niveau hatte. Beide Mannschaften leisteten sich in einer an Tempo armen Partie einige Abspielfehler.

Letztendlich ging die Taktik des MEC Halle auf: dem Gegner das Spiel überlassen und über Konter zum Erfolg kommen. In der 36. Minute gingen sie bei Überzahl in Führung. Zwar diktierte der Herner EV auch im letzten Drittel das Spiel und hatte mehr Torchancen als der Gegner, doch dieser traf in der 56. Minute vor 1041 Zuschauern zur Entscheidung.

Effektiver im Angriff agierte de Herner EV im Heimspiel am Freitagabend. Nach zwei engen Derbys mit erfolgreichem Ausgang, war es vielleicht aber nur eine Frage der Zeit, wann ein Vergleich mit den Moskitos mal an die Essener gehen würde. Vor knapp 2300 Zuschauern gewann der Tabellenzweite mit 5:4.

Es waren Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachten. Der Herner EV konnte zwar dreimal in Führung gehen, aber stets glichen die Gäste aus. Auf das 5:4 für die Moskitos in der 54. Minute fehlte jedoch die passende Antwort der Mannschaft von Frank Petrozza. Auch mit zwei Mann mehr auf dem Eis in den letzten 65 Sekunden gelang der Ausgleich nicht mehr.

Im ersten Drittel war der Herner EV durch Thomas Dreischer in Führung gegangen (6.). Der Ausgleich fiel nur zwei Minuten später. Auf das 2:1 durch Sam Verelst (21.) antworteten die Moskitos fünf Minuten später mit dem 2:2. Die turbulenteste Phase des Derbys wurde mit der Essener Führung zum 3:2 (33.) eingeläutet. Jan-Niklas Pietsch (38.) und Brad Snetsinger (39.) sorgten für die erneute Wende, ehe die Essener 43 Sekunden vor der Drittelsirene zum 4:4 ausglichen.

Die insgesamt neun Treffer konnten den Torhütern auf beiden Seiten kaum angelastet werden. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, der noch torreicher hätte verlaufen können. Am Ende waren die Moskitos der vielleicht glückliche, aber keinesfalls unverdiente Sieger.

Ausgerechnet nach diesen beiden Niederlagen kommt es zu einem weiteren Duell mit einem Hochkaräter der Oberliga. Der Tabellendritte Duisburger Füchse gastiert ab 20 Uhr in der Eishalle am Gysenberg. Spielbeginn ist um 20 Uhr. Mit einem Sieg an die Konkurrenz würde der Herner EV wenige Spiele vor dem Ende der Meisterrunde ein Ausrufezeichen im Kampf um die Spitzenposition setzen. Am Sonntag folgt das Auswärtsspiel bei den Wedemark Scorpions (18.30 Uhr). Von der Papierform her eine leichte Aufgabe: Die Niedersachsen sind abgeschlagenes Schlusslicht der Meisterrunde.
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