Zwei völlig gegensätzliche Spiele

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Nach einer Serie von 29 Spielen blieb der Herner EV in Tilburg ohne Punkt. (Foto: Arne Pöhnert)
Die Serie ist gerissen: Zum Auftakt der Meisterrunde verlor der Herner EV in der regulären Spielzeit bei den Tilburg Trappers. Am Sonntag folgte die Rehabilitation gegen die Crocodiles Hamburg.

Ein torreiches Spiel erlebten die Zuschauer in der Eishalle am Gysenberg. Der Herner EV besiegte die Hanseaten mit 9:6 (3:2, 3:1, 3:3). Bei Trainer Frank Petrozza war die Freude über den Erfolg allerdings etwas getrübt, er hatte Mitleid mit Torhüter Christian Wendler: "Er hat gut gehalten. Ihm kann man die Gegentore sicherlich am wenigsten anlasten."

Es war der Abend der Stürmer in einem Spiel, in dem der Herner EV schnell in Führung gehen konnte, die Gäste aus der Hansestadt aber immer wieder herankamen. Schon mit dem zweiten Angriff gingen die Hausherren durch Dominik Luft (1.) in Führung. Mit den Treffern von Michel Ackers (18.) und Jan-Niklas Pietsch (19.) schienen die Gastgeber einem ungefährdeten Sieg entgegen zu streben, doch noch vor der Drittelsirene verkürzten die Gäste mit einem Doppelschlag auf 2:3. Mit diesen vier Toren innerhalb von 128 Sekunden nahm das Spiel Fahrt auf.

Im zweiten Abschnitt machte der Herner EV sofort wieder Druck und Aaron McLeod konnte in der 23. Minute frei durchstürmend auf 4:2 abschließen. Die Gysenberger drückten weiter auf die Entscheidung und als Brad Snetsinger nach exakt 30 Minuten auf 5:2 erhöhen konnte, da war der alte Zwei-Tore-Vorsprung wieder hergestellt. Der hielt aber erneut nicht lange an, denn als Josh Mitchell knapp zwei Minuten später frei auf Christian Wendler laufen und erfolgreich abschließen konnte, da stand es nur noch 3:5. In der 35. Minute wurde Hamburgs Kapitän Christoph Schubert vorzeitig in die Kabine geschickt. Zuerst bekam er eine zehnminütige Disziplinarstrafe wegen Schiedsrichterbeleidigung und als er dann die Strafbanktür unsanft zuschlug die nächste Zehnminutenstrafe hinterher. In der Addition bedeutete das eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Der HEV konnte die Aufregung der Crocodiles knapp eine Minute später nutzen und durch Dominik Luft auf 6:3 erhöhen.

Das letzte Drittel begann mit einem weiteren Blitztreffer, dieses Mal bereits nach 17 Sekunden. Wieder war es ein Alleingang von Aaron McLeod. Dann waren in der 47. Minute wieder die Crocodiles an der Reihe, bevor Michel Ackers 43 Sekunden später mit einem sehenswerten Alleingang auf 8:4 erhöhen konnte. Das 9:4 durch Christian Nieberle, der einen Schuss von Jan-Niklas Pietsch in der 51. Minute abfälschen konnte, war die Vorentscheidung. Zwar konnten die Hamburger noch mit zwei weiteren Toren Ergebniskosmetik betreiben, aber näher heran kamen sie nicht mehr.

Zwei Tage zuvor verlief das Spiel zwischen den Tilburg Trappers und dem Herner EV fast gegensätzlich. Nur zwei Treffer fielen, und die durften die Niederländer bejubeln. Nach 29 Spielen in Folge ging man leer aus und es war zudem die erste Partie in dieser Saison, in der kein Torerfolg bejubelt werden konnte. "Wir hatten unsere Möglichkeiten und auch mehr Überzahlsituationen als der Gegner, aber man muss auch mit Niederlagen leben und aus ihnen lernen", kommentierte Trainer Frank Petrozza das 0:2.

An der Tabellenspitze der Oberliga Nord hat sich nach dem Wochenende nichts geändert. Da sowohl Duisburg als auch Tilburg genauso wie der Herner EV je ein Spiel gewinnen konnten und eins verloren, bleibt es bei dem 10-Punkte-Vorsprung vor diesen beiden Verfolgern. Am nächsten Wochenende empfängt der Herner EV zuerst am Freitag die Wedemark Scorpions am Gysenberg und muss dann am Sonntag zu den Icefighters Leipzig reisen.
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