Früher war alles besser?!

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Früher war alles besser?!- Vergleichen wir mal!
Damals wuchs ich in einer drei Zimmer Wohnung auf. Mit drei Menschen lebten wir dort auf 36 Quadratmetern. Die Familie meiner Freundin unter uns hatte nur zwei Zimmer und es kam oft noch die Oma für Wochen zu Besuch.

Heute ist meine Wohnung doppelt so groß und wir sind nur zu zweit.

Früher gab es Süßigkeiten nur Stückweise für besondere Leistung, oder zu hohen Feiertagen. Aber wir alle hatten keinerlei Figur Probleme.

Heute esse ich öfter mal ein Stück Kuchen, oder einige Plätzchen.

Früher gingen wir zum Spielen auf den Spielplatz, wir brauchten nur Eimer, Schüppe und Förmchen, wenn es hochkam ein wenig Wasser.

Heute bedarf es nur eines Gameboys, oder Computer.

Früher wenn renoviert werden musste, kamen meine Onkel und halfen. Zum Schluss gab es belegte Brote und je eine Flasche Bier.

Heute kommt der Malermeister (in den meisten Fällen)

Früher bei Familienfesten stand meine Mutter mit meinen Tanten in der Küche. Es wurde gebacken, gebraten und gekocht. Dabei wurde viel gelacht und gescherzt. Man arbeitete, feierte und räumte auf gemeinsam.

Heute bestellt man oft ein Catering.

Früher ging es in den Urlaub an den Chiem, Königsee, oder in den Schwarzwald. Wir lernten Flora und Fauna in Natura kennen.

Heute geht es in die Karibic, oder zumindest auf die Balearen und oft genug bringen wir Montezumas Rache mit.

Früher kamen zu Familienfesten die Verwandten von nah und fern. Hätte jemand gesagt: „Wenn der, oder die kommt, dann komme ich nicht, wäre eine Gardinenpredigt von Opa fällig gewesen die den Wert der Familie erklärte.

Heute hat man Freunde, die in den meisten Fällen kommen und gehen.

Früher, wenn es zu Weihnachten ein neues Kleid gab, konnte ich oft vor Aufregung nicht schlafen.

Heute ist dieses Gefühl weg. Ein neues Kleid, fein, aber nicht aufregend.

Jemand sagte vor nicht allzu langer Zeit, wir jammern heute auf hohem Niveau, ich glaube der hatte Recht.

Dazu fällt mir das Hobellied ein, was meine Mutter damals oft sang, als das Wirtschaftswunder begann. Es ist nicht genau das Original, aber sie sang es so:

Da streiten sich die Leut' herum, wohl um das liebe Geld.
Der Eine nennt den Andern dumm, grad' wie es ihm gefällt.
Da ist der allerärmste Mann dem Andern viel zu reich.
Das Schicksal setzt den Hobel an und hobelt alle gleich.
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9 Kommentare
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Luzie Schröter aus Fröndenberg/Ruhr | 09.08.2016 | 13:42  
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Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 09.08.2016 | 13:43  
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 09.08.2016 | 13:46  
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Gitte Hedderich aus Herten | 09.08.2016 | 14:10  
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 09.08.2016 | 14:24  
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Gitte Hedderich aus Herten | 09.08.2016 | 19:58  
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Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 12.08.2016 | 18:47  
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Gitte Hedderich aus Herten | 12.08.2016 | 18:58  
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 14.08.2016 | 22:29  
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