Helmut Peters: Alles ist möglich - das Mut-mach-Buch

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Helmut Peters mit zwei Büchern, an denen er mitgewirkt hat.
Wer schreibt ein „Mut-mach-Buch“? Helmut Peters. Nicht alleine, sondern mit anderen betroffenen Menschen. Gemeinsam ist daraus das Werk „Alles ist möglich - auch das Unmögliche“ entstanden. Darin verarbeiten Krebspatienten Erlebtes und Erfahrenes, berichten sehr persönlich über Schmerz und Angst, geben Humor und Lebensfreude weiter.

Im Kreis Recklinghausen und darüber hinaus kennen viele Literaturinteressierte Helmut Peters, der sich auch als Bürgerreporter auf Lokalkompass engagiert und gerne Aphorismen veröffentlicht. Der 61-Jährige schreibt und liest vor Publikum, meistens mit seinen schreibenden Freunden der Gruppen „TrioLit“ (Mona Jüntgen aus Haltern, Helmut Peters und seit neuestem Wilfried Besser aus Recklinghausen, der für Ulrich Dittmar, auch aus Recklinghausen, eingestiegen ist) und „Die Tram“, der noch mehr Hobbyautoren angehören.

Gemeinsam ist ihnen die Lust am Schreiben, am gegenseitigen Austausch und die Freude, vor Publikum - auch an ungewöhnlichen Orten wie Friseursalons oder Industriehallen - vorzutragen, oft augenzwinkernd, mit musikalischer Begleitung.

Helmut Peters ist dabei der Mann mit dem Schalk im Nacken. Besonders Aphorismen ritzt er mit spitzer Feder feinsinnig ins Zwerchfell seiner Leser und Zuhörer. Auch das Büchlein „Jammern zwischen Tür und Angel“ (ein kleiner Bürohelfer der komischen Art, gemeinsam herausgegeben mit Gunhild Weinmann, illustriert von Peter Schmitz, erschienen im Brockmeyer Verlag, Bochum) passt ins Gesamtwerk. „Das ist übertrieben“, weist Peters bescheiden zurück. „Ich habe bisher noch gar nicht viel veröffentlicht.“
Aber schon einiges verfasst. Schreiben, bekennt er, sei ihm seit seinem 27. Lebensjahr unverzichtbar geworden. „Es hat auch geholfen, als bei mir 2000 eine Krebserkrankung festgestellt wurde. Da wird Schreiben zu einem Ventil.“

Über die Zeitschrift „Signal“, in der Autoren für das eingangs bereits genannte Mut-mach-Buch „Alles ist möglich - auch das Unmögliche“ gesucht wurden, bekam der Hertener Kontakt zu Helga Schäferlin (aus Donauwörth) und Anne Frischkron (aus Vorwald bei Bremen). Gemeinsam haben sie an einer Geschichte für das Mut-mach-Buch geschrieben. „Wir haben uns über E-Mails ausgetauscht, auch persönlich getroffen“, so Helmut Peters. Eine richtige Schreibfreundschaft sei daraus entstanden.

Nun ist das Buch im St. Benno Verlag erschienen und sicherlich nicht nur für Krebspatienten und Angehörige lesenswert. Helmut Peters: „Die Beträge haben mich selbst bereichert. Es ist ein sehr mutiges Buch, ein ermutigendes Buch. Das ist auch notwendig, denn die Angst, die verliert man nie.“
Helmut Peters verdient seine Brötchen in einem Bereich, der selbst reichlich Stoff für Geschichten bieten würde: Er berät verschuldete, überschuldete Menschen, „meistens sehr junge“, und zwar für die Diakonie in Krefeld. „So eine Einrichtung, vor allem im präventiven Bereich, wäre auch in Herten wichtig“, sagt Helmut Peters.
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ANA´ stasia Tell aus Essen-Ruhr | 08.08.2012 | 22:48  
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