Nein - den Glühwein trink ich nicht!

Wohl die Wenigsten unter uns werden den Namen Rudolf Kunzmann jemals gehört haben. Kam sel­biger doch 1956 auf die Idee, Wein mit Zucker, Zimt, Gewürznelken und Sternanis zu schänden, was ihm prompt einen Bußgeldbescheid wegen Verstoßes gegen das Weingesetz einbrachte , das Zucker als Zutat ausdrücklich verbot. Später wurden jedoch die gesetzlichen Vorgaben geändert und somit Glühwein legalisiert.

Warum ich das hier schreibe? Da hatten die dauerfaselnden Wetterfrösche für das vergangene Wo­chenende hochsommerliche Wetterverhältnisse prognostiziert und den Discountern gelang es, gera­de noch rechtzeitig zu reagieren, indem man die Läden mit Unmengen von Glühwein-Kar­tons zu­stellte. Gerade mal 99 Cent wollen sie für einen Liter dieser reichlich gezuckerten Plörre haben. was einem Weihnachtsmarkt-Wert von 12,50 Euro entspricht.

Mit Glühwein verhält es sich ähnlich wie mit Sauerbraten. Während die Metzger – so wird gemun­kelt - das kurz vor dem Verderb stehende Fleisch marinieren, kippen die Winzer jede Menge Zucker und Gewürze in eigentlich ungenießbare Weine.

Prost Mahlzeit!

Autor:

Klaus Ahlfänger aus Herten

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