Warum ich alte Puppen liebe

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Warum ich alte Puppen liebe
Ein altes Puppenkind hat Freud und Leid gesehen
und strahlt auch heut noch wunderschön.
Hat etwas von dem eingefangen,
was seit Jahrzehnten schon vergangen.

Kinderfreud und Kinderleid,
hat es einst mit ihm geteilt,
die Zeit die ist vorbei geeilt.
Tränen flossen auf sein Haupt,
Das Haar ist ganz schön eingestaubt.

Hier klafft ein Riss, da fehlt ein Finger,
diese armen kleinen Dinger,
sind so zerbrechlich, filigran,
da wird mir gleich das Herz ganz warm.

Die Farbe, die ist abgeblättert,
doch die Stimme Mama schmettert,
Das Kleid, es löst sich auf,
doch das, das nehm ich gern in Kauf.

Sag, wo hast du den Krieg verbracht?
Viel geweint, selten gelacht,
in manchem Bunker hast du gesessen,
mit deiner Mama das letzte Stück Brot gegessen.

Alles wurde mit dir geteilt,
so viel Not und Herzeleid.
Oft warst alles du was blieb
Und ein Kind das weint: „Ich hab dich lieb“

Nun da bist du alt und krank,
sitzt in meinem Vitrinen Schrank.
Soviel Trost hast du gegeben,
in deinem langen Puppenleben.


Nun da ruh dich endlich aus,
fühl dich wohl bei mir zu Haus.
©By Gitte
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5 Kommentare
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Rolf Prothmann aus Lünen | 03.01.2016 | 08:42  
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Gitte Hedderich aus Herten | 03.01.2016 | 08:51  
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Gitte Hedderich aus Herten | 03.01.2016 | 09:20  
2.710
Beate Haack aus Emmerich am Rhein | 03.01.2016 | 12:38  
4.935
Gitte Hedderich aus Herten | 03.01.2016 | 16:15  
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